Schubert ist Weltmeister im Vorstieg-Klettern

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Österreich Sportkletterer haben erstmals in der Geschichte beide Weltmeistertitel in der Königsdisziplin Vorstieg erobert.

Nachdem am Vorabend die Tirolerin Angela Eiter in Paris mit ihrem bereits vierten WM-Titel Geschichte geschrieben hatte, durfte am Sonntagnachmittag der 21-jährige Kärntner Jakob Schubert nach Silber 2011 in Arco nun über seine erste Goldene jubeln, mit der er seinen großen Traum verwirklichte:

Er ist Österreichs erster Vorstiegs-Weltmeister.

Deutlicher Vorsprung

Auch bei den Männern gelang es keinem Athleten, die extrem schwierige Finalroute bis zum Top durchzuklettern.

Schubert triumphierte am Ende aber mit 52+ Griffen klar vor dem Kanadier Steve McColl (47+) sowie dem Tschechen Adam Ondra (41+), der bereits im Vorjahr Dritter gewesen war.

Der 30-jährige Titelverteidiger und Topfavorit Ramon Julian Puigblanque aus Spanien (39) musste sich mit Platz vier begnügen.

Fünftes Edelmetall

Schubert sorgte bereits für Österreichs fünfte Medaille bei den Titelkämpfen im mit 9.000 Zuschauern ausverkauften Palais Omnisports.

Neben dem Gold-Duo im Vorstieg schafften noch der Niederösterreicher Kilian Fischhuber (Silber), dessen Freundin Anna Stöhr aus Tirol (Bronze/jeweils im Bouldern) sowie die gebürtige Salzburgerin Johanna Ernst (Bronze im Vorstieg) den Sprung aufs Podest.

"Mein sportlicher Lebenstraum"

Schubert sprach nach seinem WM-Triumph vom "Fight meines Lebens".

"Ich war in Paris an allen Tagen extrem locker. Ich verspürte in keinem Moment Nervosität und nach den ersten Zügen in der Wand war mir klar, dass ich heute die Form habe, um mir den Traum vom Titel zu erfüllen. Als ich bei einer Höhe von 52 aus der Route fiel, war ich überglücklich. Mehr wäre nicht möglich gewesen. Deshalb hätte auch Silber wie Gold geglänzt", betonte der 21-jährige Innsbrucker.

"Mit Gold ist nun mein großer sportlicher Lebenstraum in Erfüllung gegangen!"

Stöhr über Bronze glücklich

Anna Stöhr, Titelverteidigerin und Top-Favoriten im Boulder-Bewerb, erreichte in einem spannenden Finale den dritten Platz und sicherte sich somit ihre sechste Medaille bei Großereignissen en suite seit 2007.

"Ich habe heute Bronze gewonnen und nicht Gold verloren. Es war heute nicht ganz mein Tag, und ich hatte Schwierigkeiten den Rhythmus zu finden. Sandoz und Yakovleva waren heute einfach stärker", erklärte die Tirolerin.

Ihre engere Landsfrau Barbara Bacher sorgte zum Abschluss der Titelkämpfe im Kombinationsbewerb mit Rang fünf für eine weitere ÖWK-Spitzenplatzierung.

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