Paischer und Filzmoser setzen Karriere vorerst fort

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In Sachen Zukunftsplanung lassen sich Sabrina Filzmoser und Ludwig Paischer weiterhin kaum in die Karten schauen.

Österreichs derzeit wichtigsten Judo-Aushängeschilder befinden sich nach den Olympischen Spielen in London gerade in einer Orientierungs-Phase.

In sich hineinhorchen, lautet das Motto für die 32- und den 31-Jährigen. Geht sich - oder vielleicht treffender formuliert - zahlt sich ein olympischer Zyklus noch einmal aus? "Da kann und will ich mich noch nicht festlegen", meint Paischer im Gespräch mit LAOLA1.

Für den Salzburger (bis 60 kg) steht aber fest, dass er zumindest das Jahr 2012 fertigkämpfen möchte, weshalb er auch beim Weltcup-Turnier am Wochenende in Rom auf die Matte steigt.

Filzmoser goes Bhutan

Nach einem Urlaub ist der Silberne von Peking zuletzt wieder in den Trainingsalltag zurückgekehrt. "Wenn freilich auch noch nicht ganz mit der Intensität wie vor London." Was nur allzu verständlich ist.

Bei Filzmoser verhält es sich ähnlich. Auch sie wird den Kimono noch nicht an den Nagel hängen, wird aber erst mit dem Grand Prix in Abu Dhabi (11. bis 13. Oktober) in den Judo-Zirkus zurückkehren.

Um Abstand von den Geschehnissen rund um Olympia zu bekommen, folgte die zweifache Europameisterin zuletzt einer Einladung in den Bhutan.

Judo-Anzüge importiert

Die Budo-Universität Kobe, zu der Filzmoser gute Kontakte pflegt, organisierte im Himalaya-Königreich gemeinsam mit dem Internationalen Olympischen Komitee ein Judo-Projekt für Kinder. Filzmoser, die als Schirmherrin eingeladen wurde, sagte sofort zu und zeigte den Knirpsen ein paar ihrer Kniffe.

"Das ist eine andere Welt", berichtet sie von ihrem zweiwöchigen Aufenthalt staunend. "In Sachen Fortschritt und Technologien sind sie im Vergleich zu uns vielleicht Jahre zurück, doch wenn es um den bewussten Umgang mit natürlichen Ressourcen geht, sind sie uns weit voraus", spricht sie die Lebenseinstellung der insgesamt knapp 700.000 Bhutanesen an.

Vor der Hinreise füllte Filzmoser ihre Taschen mit neuwertigen und sogar neuen Judogis (Filzmoser: "Danke an die Firma Stapro!"), die sie an die Kinder der Pelkhil-Schule verteilte. "Es war wunderbar, das Strahlen in den Augen der Kinder zu sehen."

Scharinger geht hoch

Den Weltcup in Rom wird Filzmoser nur aus der Ferne verfolgen. Im Gegensatz zu unter anderem Hilde Drexler (bis 63). Die 28-jährige Wienerin hat nach ihrem Olympia-Debüt in London regelrecht Blut geleckt und hat früh die Trainingsarbeit wieder aufgenommen.

Mit Max Schirnhoer (bis 90) und Peter Scharinger (bis 81) sind auch zwei Athleten dabei, die das Limit für London knapp verpasst haben. Letzterer wagt dabei einen Ausflug in die nächsthöhere Gewichtsklasse.

"Ein langfristiges Aufsteigen ist allerdings nicht geplant", meint der angestammte 73er.

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