Frühes WM-Aus für Paischer

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Für Ludwig Paischer ist bei der Judo-WM in Paris-Bercy bereits in der 2. Runde der Klasse bis 60 kg Endstation.

Nach einem Auftaktsieg gegen Nijat Shikhalizade (AZE) durch Armhebel muss sich der Salzburger Beslan Mudranov (RUS) mit Ippon geschlagen geben.

Am Dienstag ist kein weiterer ÖJV-Kämpfer am Start. Am Mittwoch folgen Sabrina Filzmoser (bis 57 kg) und Peter Scharinger (bis 73 kg).

Binnen Sekunden

Dabei sieht es für Paischer gegen Mudranov lange Zeit sehr gut aus, auch wenn er zunächst Schwierigkeiten im Griffkampf hat. Dem Russen gelingt es, die linke Hand des Österreichers zu fixieren.
 
Nach rund einer Minute wird es erstmals brenzlig: Einen links eingedrehten Angriff des Salzburgers kontert Mudranov. Lupo entgeht nur im Handstand einer Wertung.

Mit einer Opfer-Technik (Sumi-gaeshi) geht Paischer kurz vor Kampf-Mitte mit einer Waza-ari-Wertung in Führung.

Der Olympia-Zweite agiert in Folge clever, beide kassieren eine Bestrafung.

Dann der Knackpunkt des Kampfes: Ein neuerlicher Opferwurf Paischers wird - obwohl der Russe Ippon auf den Rücken klatscht - vom Kampfgericht abgebrochen und wegen vermeintlichem Scheinangriffs mit einer neuerlichen Strafe bedacht.

Gleich in der nächsten Aktion kommt Mudranov mit einer Beintechnik (O-uchi-gari) durch und siegt mit Ippon.

Auf 1:3 verkürzt

Zuvor kann Paischer erstmals den Nijat Shikhalizade bezwingen, gegen den er in der Vergangenheit bereits dreimal verloren hat.

Gegen den physisch sehr starken Athleten wirft Paischer seine Stärken am Boden in die Waagschale.

Ein erstes Ausrufezeichen setzt er bei der Hälfte des Kampfes, als er den Asiaten umdreht und ihn 13 Sekunden festhält. Das sind allerdings zwei zu wenig, um dafür eine Yuko-Wertung zu bekommen.

Auf den Geschmack gekommen, macht er nur eine Minute später unter dem Jubel der rund 100 mitgereisten Schlachtenbummler mit einem Armhebel den Sack zu.

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