Acht ÖJV-Judoka zur WM nach Chelyabinsk

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Das acht-köpfige ÖJV-Team für die Judo-WM in Chelyabinsk (25. bis 31. August) fällt ohne Überraschungen aus.

„Es hat sich mehr oder weniger selbst aufgestellt", erklärt Bundestrainer Marko Spittka.

Im Vorjahr musste sich Rot-weiß-rot bei den Titelkämpfen in Rio de Janeiro mit einem siebten Platz von Marcel Ott begnügen. Heuer soll das anders werden.

Grand Slam in Tyumen als „Überprüfungswettkampf"

Das WM-Aufgebot ist auch exakt jene Mannschaft, mit der Österreich beim Grand Slam am kommenden Wochenende in Tyumen (RUS) an den Start geht.

Die Vorzeichen vor dem dritten von insgesamt fünf Grand-Slam-Turnieren sind schwer zu deuten. Denn der Fokus der Athleten liegt nicht auf Tyumen, sondern bereits auf der WM. Zuletzt standen deshalb im Training noch einmal verstärkt die konditionellen Grundlagen im Vordergrund.

Ludwig Paischer legte deswegen etwa einen Aufenthalt in Japan ein, Sabrina Filzmoser schwitzte in den Osttiroler Bergen und Hilde Drexler, Kathrin Unterwurzacher sowie Bernadette Graf trainierten auf Rügen.

kg Klub
-57 Sabrina Filzmoser Multikraft Wels
-57 Tina Zeltner JC Wimpassing
-63 Hilde Drexler Vienna Samurai
-63 Kathrin Unterwurzacher JZ Innsbruck
-70 Bernadette Graf JZ Innsbruck
-60 Ludwig Paischer JU Flachgau
-81 Marcel Ott Galaxy Tigers Wien
+100 Daniel Allerstorfer UJZ Mühlviertel

Big Points

Drexler und Unterwurzacher beim Kondi-Training auf Rügen

„Rein wisschenschaftlich kommt Tyumen nicht zum optimalen Zeitpunkt", bestätigt Spittka. „Aber verzichten können wir darauf nicht. Das wäre dumm. Schließlich kann es sein, dass genau hier der eine oder andere die für das Olympia-Ticket entscheidenden Punkte holt."

Der zwei Jahre dauernde Quali-Zyklus läuft seit Ende Mai und ein Grand Slam (Platz eins bringt 500 Punkte) ist nach WM und dem Masters die höchstdotierte Turnier-Kategorie.

„Ich bin sehr gespannt auf Tyumen, nach dem teils recht unterschiedlichen Vorbereitungsstand müssen wir jetzt alle wieder auf einen Nenner kommen. Als Überprüfungswettkampf ist der Grand Slam klasse. Ich erwarte mir aber nicht allzu große Erfolge. Auch weil die Starterfelder recht stark sein werden", so Spittka weiter.

Nächster Schritt in der WM-Vorbereitung

Wichtiger als Tyumen selbst stuft Spittka mit Blick auf Chelyabinsk die danach folgenden Trainingslager für die Männer in Sotschi und die Frauen in Köln ein.

„Voriges Jahr waren wir gemeinsam in Sotschi. Heuer möchten wir mit den Damen aber nach Köln fahren, weil dort die Quantität an starken Trainingspartnern höher ist", rechnet der Deutsche in der Domstadt mit den Nationalteams aus den Niederlanden, Brasilien, Slowenien und Deutschland.

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