Reiter sorgt für ersten Weltcup-Sieg 2012

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Georg Reiter (bis 66 kg) sorgt in Miami dafür, dass Österreichs Judoka erstmals seit Juni 2011 (Ludwig Paischer in Sao Paulo) wieder einen Weltcup gewinnen.

Nach drei Vorrundensiegen über Tyler Yonemori (USA), Jesus Chaparro (MEX) und Patrick Gagne (CAN) setzt sich der 25-Jährige im Finale gegen Denilson Lourenco (BRA) mit zwei zu einer Yuko-Wertung durch.

Sein Vereinskollege vom UJZ Mühlviertel, Mathias Huemer (bis 60 kg), sowie die Wimpassingerin Tina Zeltner (bis 57 kg) werden Zweite. Anja Mayr (bis 57 kg) und Kathrin Unterwurzacher (bis 63 kg) belegen jeweils Platz fünf.

Die Gunst der Stunde

"Als ich die Auslosun gesehen habe, habe ich gewusst, dass ich es an einem guten Tag gewinnen kann", freut sich Reiter in einer ersten Reaktion.

Für den gelernten Koch erhöhen sich damit die Chancen, dass er seinen Vertrag mit dem Heeressport-Zentrum (HSZ), der Anfang Herbst ausläuft, verlängern kann.

Der Sohn des Olympia-Dritten von 1984, Josef Reiter, nützt auch die Gunst der Stunde, denn nach dem Ende der Olympia-Qualifikation beschicken momentan nur wenige Verbände die Weltcup-Turniere. Auch Reiter und Huemer müssen sich den Trip auf eigene Faust finanzieren.

Wiegen "auf gut Glück"

Dabei beginnt das Turnier für die rot-weiß-rote Equipe nicht nach Wunsch. Durch eine Fehlinformation kann vor der offiziellen Überprüfung des Wettkampfgewichts nicht mehr gecheckt werden, ob es tatsächlich passt.

"Wir mussten uns auf gut Glück auf die Waage stellen. Wären wir nur ein paar Deka zu schwer gewesen, hätten wir nicht starten dürfen", so Reiter. Glücklicherweise passt jedoch bei allen ÖJV-Kämpfern das Gewicht.

Um den Flug über den "großen Teich" auszunützen, wird auch noch der Weltcup in El Salvador (18./19. Mai) mitgenommen. Dort sind ähnliche Starterfelder zu erwarten.

Reinhold Pühringer

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