Masters: Filzmoser fordert Olympiasiegerin

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Das fängt ja gut an.

Zwar ist klar, dass es beim Weltcup-Masters der besten 16 der Weltrangliste keine einfachen Gegner gibt, doch Sabrina Filzmoser hätte es bei der Auslosung für das Weltcup-Highlight im kasachischen Almaty wahrlich einfacher erwischen können.

Die Welserin, die derzeit auf dem sechsten Platz der Klasse bis 57 kg geführt wird, bekommt es am Samstag zum Auftakt Giulia Quintavalle (ITA), der Olympiasiegerin von Peking 2008 zu tun.

Hoffnung macht allerdings, dass in den zwei bisherigen Duellen stets Filzmoser das bessere Ende für sich hatte. Interessant, dass die beiden bislang jedes Mal (Moskau 2007 und Abu Dhabi 2010) in einem Finale aufeinandertrafen. Zuletzt bewies Quintavalle allerdings aufsteigende Form und gewann im Oktober den Grand Prix in Abu Dhabi.

Weltranglisten-Erste droht

Sollte Filzmoser die hohe, aber nicht unüberwindbare Auftakthürde nehmen, würde es im anschließenden Viertelfinale wohl noch dicker kommen.

Denn in der Runde der besten Acht droht ein Duell mit Kaori Matsumoto, der aktuellen Weltranglisten-Ersten. Die Japanerin müsste freilich auch ihren Auftaktkampf gegen die Nummer der 46 der Welt, Lenariya Mingazova (KAZ), die nur aufgrund des Heimvorteils starten darf, gewinnen.

Aufgrund des elitären Feldes würde ein einziger Kampfgewinn bereits mehr Weltranglisten- bzw. Olympia-Quali-Punkte bringen als etwa ein zweiter Platz bei einem Weltcup-Turnier. Zwar hat Filzmoser das Ticket für London bereits in der Tasche, doch mit einer besseren Ranglisten-Platzierung würde sie ihre Chancen bei Olympia erhöhen, da die ersten Acht gesetzt werden.

Ein Platz fehlt

Die 31-Jährige, die sich zu Jahresbeginn in Straßwalchen und zuletzt in Mittersill, wo dieser Tage über 700 Judoka aus aller Welt trainieren, vorbereitete, ist in Almaty die einzige ÖJV-Starterin.

Knapp die Quali verpasst hat Ludwig Paischer. Der Salzburger ist im Ranking mittlerweile auf den 18. Platz zurückgerutscht.

Da nur ein vor ihm gereihter für das Masters absagte, verpasste der Olympia-Zweite von Peking die Teilnahme um eine Stelle.

Superstar sagt ab

Almaty muss allerdings ohne einen der absoluten Top-Stars der Matte auskommen. Der fünffache Schwergewichts-Weltmeister Teddy Riner zog seinen Start zurück. Als Nummer eins gesetzt ist nun der deutsche WM-Finalist von Paris, Andreas Tölzer, der zum Auftakt dem Russen Dmitriy Sterkhov gegenübersteht.

Apropos Deutschland: Olympiasieger Ole Bischof muss um seinen London-Startplatz bangen. Der Grund ist Konkurrenz aus den eigenen Reihen.

Sven Maresch liegt in der Weltrangliste als Neunter derzeit sogar einen Platz vor dem Triumphator von Peking. Das Masters, welches das punktereichste Turnier vor Olympia ist, könnte somit für eine Vorentscheidung sorgen.

Die Auslosung bescherte beiden russische Gegner: Während Bischof gegen Sirazhudin Magomedov kämpft, beginnt Maresch gegen Ivan Nifontov. Wie das gesamte deutsche Team war das Duo zuletzt zur Konditionierung in Rauris.

"Bundestrainer Detlef Ultsch würde am liebsten schon nach Düsseldorf (20. bis 23. Februar) über die Olympia-Entsendung entscheiden", verriet Bischof dem SID vor dem Abflug nach Kasachstan.

Reinhold Pühringer

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