Schwere Aufgaben für ÖJV-Asse

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Hammer-Gegner für ÖJV-Asse in Tokio

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Die Auslosung des Grand Slams in Tokio beschert Österreichs Judo-Assen durch die Bank schwere Brocken.

Die angenehmste Auftaktaufgabe hat da noch Ludwig Paischer erwischt. Der Salzburger, der in der Klasse bis 60 kg gesetzt ist, beginnt nämlich mit einem Freilos.

Danach dürfte er wohl Naohisa Takato gegenüberstehen, was gleichzeitig ein Duell der Generationen darstellt. Der Japaner kürte sich vor einem Monat im zarten Alter von 18 Jahren in Kapstadt zum neuen U20-Weltmeister. Fast zeitgleich feierte Paischer, der sich zuletzt in Japan vorbereitete, seinen 30. Geburtstag.

Damit noch nicht genug, droht im darauffolgenden Achtelfinale ein Duell mit dem ukrainischen Ex-Weltmeister Georgii Zantaraia.

Noch Luft nach unten

"Ich will Punkte für die Weltrangliste - wie viele es werden, wird sich herausstellen", kündigte der Salzburger mit Blick auf die Olympia-Quali an.

Aktuell liegt der zweifache Europameister in der Weltrangliste auf dem 18. Platz.

Um sich für London zu qualifizieren, muss er unter den besten 24 der bereinigten Liste - pro Nation ist bei den Spielen nur ein Athlet pro Gewichtsklasse startberechtigt - liegen. Hier wird Paischer als 14. geführt.

Filzmoser will Spieß umdrehen

Sabrina Filzmoser bekommt es gleich in der ersten Runde der Klasse bis 57 kg mit einer Vertreterin der zuletzt schier übermächtigen Japanerinnen zu tun.

Mit Megumi Ishikawa hat die Welserin zudem noch eine Rechnung offen. Bei ihrem Comeback-Turnier vor wenigen Wochen in Amsterdam hatte sich die 31-Jährige im Viertelfinale an der Asiatin die Zähne ausgebissen.

In Tokio will Filzmoser, die sich als Weltranglisten-Dritte keine Sorgen mehr um ihr Olympia-Ticket machen muss, den Spieß freilich umdrehen.

Drexler kämpft mit Zeitumstellung

Genau wie Filzmoser zog auch die zweite ÖJV-Dame in Tokio, Hilde Drexler (bis 63 kg), eine Auftaktgegnerin aus dem Land der aufgehenden Sonne. Gegen Haruka Yasumatsu gilt die Wienerin, die als 24. in der Weltrangliste 46 Plätze vor ihrer Gegnerin liegt, aber nicht ohne Chance.

Doch bereits in Runde zwei wartet mit Urska Zolnir die nächste schwere Hürde. Die Slowenin gilt als Angstgegnerin der österreichischen EM-Dritten.

Drexler, die als einzige ÖJV-Kämpferin den Weltcup im koreanischen Jeju in Angriff genommen hatte, klagte zuletzt über Probleme mit der Zeitumstellung, hofft diese aber bis zu ihrem Start noch in den Griff zu bekommen.

Scharinger fordert Asienmeister

Komplettiert wird das ÖJV-Aufgebot in Tokio durch die beiden Mühlviertler Georg Reiter (bis 66 kg) und Peter Scharinger (bis 73 kg).

Ersterer ist gegen den Weltranglisten-Sechsten Rok Draksic (SLO) klarer Außenseiter.

Scharinger trifft indes auf Kim Joo-Jin. Der Südkoreaner ist bei den 73ern ein noch unbeschriebenes Blatt. Bis 66 kg wurde er allerdings im Vorjahr Asienmeister. Ein Erfolg, der für sich spricht.

Während Paischer und Reiter bereits am Freitag auf die Matte steigen, wird es für die Gewichtsklassen von Filzmoser, Drexler und Scharinger erst am Samstag ernst. Da Max Schirnhofer (bis 90 kg) in Tokio nicht mit dabei ist, wird der Sonntag ohne österreichische Beteiligung über die Bühne gehen.

Reinhold Pühringer

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