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ÖJV-Asse lassen "Big Points" liegen

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Was sich mit der Auslosung des Judo-Grand-Slams in Tokio bereits angedeutet hatte, wurde am Samstag Realität:

Österreichs Judo-Asse bleiben in Tokio, dem letzten Grand Slam des Jahres, ohne Kampfgewinn.

Nach Ludwig Paischer und Georg Reiter am Freitag scheitern auch Sabrina Filzmoser (bis 57 kg), Hilde Drexler (bis 63 kg) und Peter Scharinger (bis 73 kg) allesamt an ihren Auftaktgegnern.

Dramatische Schlussphase

Filzmoser fliegt gegen Megumi Ishikawa (JPN) kurz vor Ende der fünfminütigen Kampfzeit Waza-ari und wird anschließend noch festgehalten. Kurz vor Ende der 20-Sekunden-Marke kann sich die Welserin durch Klammern des Beines befreien.

Die Japanerin, gegen die Filzmoser bereits zuletzt im Viertelfinale des Grand Prixs von Amsterdam gescheitert war, hört aber nicht auf und kann erneut einen Festhaltegriff ansetzen.

Nach knapp sieben Sekunden ist die Wettkampfzeit zu Ende. Anstatt aber den Festhalter weiterlaufen zu lassen, entscheidet der Kampfrichter fälschlicherweise auf ein zweites Waza-ari für Ishikawa.

"Proteste blieben aber aus, da die Partie ja ohnehin schon entschieden war", erklärt Paischer-Trainer Taro Netzer bei LAOLA1.

Im Hantei verloren

Bis 63 kg ist Drexler ganz knapp am Einzug ins Achtelfinale dran. Zwischen der Wienerin und der Japanerin Haruka Yasumatsu fällt in der regulären Kampfzeit keine Wertung.

Da die Verlängerung nicht das entscheidende Golden Score bringt, müssen die drei Referees im Hantei darüber abstimmen, wer von den beiden Athletinnen mehr Akzente gesetzt hat. Hier behält die Japanerin die Oberhand.

Für die Asiatin ist aber bereits in der darauffolgenden Runde gegen die spätere Turniersiegerin Urska Zolnir (SLO), die sich im Finale gegen die Weltranglisten-Erste Yoshie Ueno (JPN) durchsetzt, Endstation. Die Slowenin ist die bislang erste nicht japanische Siegerin in Tokio.

Zwei Bestrafungen

Scharinger hält seinen Auftaktkampf gegen Kim Joo-Jin (KOR) weitgehend offen. Letztendlich geben zwei Bestrafungen gegen den Mühlviertler aber den Ausschlag zugunsten des Asienmeisters des Vorjahres.

"Nach so einer langen Saison würde ein anderes Ergebnis gut tun", meint Netzer bezugnehmend auf die ausgelassenen "Big Points" für die Weltrangliste.

Doch noch ist das Jahr nicht zu Ende. In einer Woche geht es im chinesischen Qingdao weiter. Beim dortigen Grand Prix sind freilich aber nicht so viele Punkte zu holen wie beim Grand Slam in Tokio.

Reinhold Pühringer

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