Medaillen-Serie ist gerissen

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Medaillen-Serie des ÖJV-Teams reißt

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Die Serie ist gerissen.

Da am letzten Tag der Einzel-Konkurrenzen der EM in Chelyabinsk Max Schirnhofer (bis 90 kg) und Daniel Allerstorfer (über 100 kg) bereits in der Vorrunde ausscheiden, bleiben Österreichs Judoka erstmals seit 13 Jahren ohne EM-Medaille.

Das beste Ergebnis bleibt der fünfte Platz von Ludwig Paischer (bis 60) vom Donnerstag. Fast noch bitterer ist, dass keiner der drei Olympia-Aspiranten - Hilde Drexler, Peter Scharinger und Schirnhofer - den Sprung in das Weltranglisten-Kontingent für London geschafft hat.

Für EM-Debütant Allerstorfer ist Erstrundengegner Zviadi Khanjaliashvili eine Nummer zu groß. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Der Georgier überragt den regierenden U20-Europameister um einen Kopf.

Für den erst 19-jährigen Mühlviertler ist es schwierig, da etwas auszurichten. Der Seisenbacher-Schützling nützt seine physischen Vorteile aus und legt Allerstorfer mit Ippon auf die Matte.

"Es ging eine Weile ganz gut, ihn zu bewegen, leider setzte er sich im Laufe des Kampfes immer mehr durch", analysiert der Heeressportler, der die gesammelte Erfahrung keineswegs missen möchte. "Nichtsdestoweniger war die EM ein Erlebnis. Sie hat mir gezeigt, dasss ich noch zusetzen muss."

Am Sonntag gehen die Europameisterschaften mit dem Mannschaftsbewerben bei Damen und Herren zu Ende. Österreich ist nicht am Start.

Lediglich Erstere darf noch auf einen Platz auf der kontinentalen Liste spekulieren. Paischer und Sabrina Filzmoser hatten ihr Ticket vor Chelyabinsk fix in der Tasche.

An der Nummer eins gescheitert

Bereits nach der Auslosung am Mittwoch ist klar gewesen, dass am Samstag die Trauben besonders hoch hängen.

Schirnhofer startet zwar mit einem Ippon-Sieg über Matthew Purssey (GBR) in das Turnier, wird dann aber Opfer seiner Auslosung.

Gegen den griechischen Doppel-Weltmeister und Olympiasieger (2004) Ilias Iliadis kann der Außenseiter zwar über die volle Distanz gehen, muss sich letztendlich aber mit einer Waza-ari-Wertung geschlagen geben.

Das nicht unbezwingbare Idol

"Es gelang mir relativ rasch, den Respekt abzulegen. Ich versuchte, den Kontakt zum Körper zu suchen. Nach dem Waza-ari fühlte er sich sicher, es gelang mir nicht mehr, ihn in Schwierigkeiten zu bringen", analysiert Schirnhofer den Kampf gegen sein Idol.

Dass aber selbst der als Nummer eins gesetzte Iliadis schlagbar ist, demonstriert der Deutsche Christophe Lambert, der den Superstar aus dem Turnier wirft.

Einen Kopf größer

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