ÖJV-Duo fliegt in Paris zu früh raus

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Ludwig Paischer und Peter Scharinger können beim Judo-Grand-Slam in Paris nicht die erhofften "Big Points" für die Olympia-Quali einfahren.

Für beide ÖJV-Starter ist nach einem Kampfgewinn Endstation. Bei Paischer reicht dies für einen neunten Platz der Klasse bis 60 kg.

Mühevoller Auftakt

Der Salzburger startet vor knapp 12.000 Zuschauern im Palais Omnisport mit einem Freilos. In der zweiten Runde tut er sich gegen Eisa Majrashi aber ungewohnt schwer.

Der Olympia-Zweite versucht es ausschließlich mit Opfer-Techniken, auf die der Saudi aber sehr gut eingestellt ist.

Nach zwei Bestrafungen geht Paischer knapp eine Minute vor Schluss aber dann doch in Führung und erwischt Majrashi sogar noch durch Festhalter mit Ippon.

Mushkiyev gelingt Revanche

Im anschließenden Viertelfinale wartet mit dem Aserbaidschaner Ilgar Mushkiyev, den er im Vorjahr bei der WM noch geschlagen hat, eine ungleich schwerere Aufgabe. Paischer agiert aber besser als in seinem Auftaktmatch, was gegen Weltranglisten-11. auch notwendig ist.

Dennoch wird der Österreicher nach rund drei Minuten auf Ippon gekontert, dies wird allerdings annulliert. Doch bereits beim nächsten Angriff kommt Mushkiyev mit einem Beinwurf (Sasei-tsuri-komi-ashi) neuerlich zu einem Ippon. Diesmal ist er allerdings regelkonform und "Lupo" ist draußen.

Der Sieg bis 60 kg geht an den Weltranglisten-Ersten Rishod Sobirov. Der Usbeke, der sich beim Masters zuletzt überraschend Arsen Galstyan (RUS) geschlagen geben musste, meldet sich mit einem Finalsieg über Kim Won-Jin (KOR) auf dem obersten Podest zurück.

Klare Angelegenheit

Scharinger hat mit seinem Auftaktgegner in der Klasse bis 73 kg, Chan Yiu-Ki aus Hongkong, leichtes Spiel. Der Mühlviertler geht nach drei Minuten durch eine linke Abtauch-Technik mit einer Waza-ari-Wertung in Führung.

Auch in Folge gibt der 25-Jährige klar den Ton an und sorgt mit einem vergleichsweise langsamen Innenschenkel-Wurf (Uchi-mata) für die endgültige Entscheidung.

Am Freund gescheitert

Der folgende Kampf gegen Jaromir Jezek ist für Scharinger ein ganz besonderes Duell. Denn der Tscheche ist ein guter Freund des Heeressportlers.

Dementsprechend schwierig gestaltet sich das Aufeinandertreffen, da sich die beiden aus unzähligen Trainingsduellen in- und auswendig kennen.

Allerdings mit dem besseren Ende für den Weltranglisten-20., der 19 Sekunden vor Schluss beim Stand von 0:0 mit einem tiefen Schulterwurf zum Ippon kommt.

Für Scharinger und Paischer geht die Jagd nach Olympia-Punkten bereits am kommenden Wochenende beim Heim-Weltcup der Männer in Oberwart weiter. Dann wird Österreicher mit gleich 23 Athleten an den Start gehen.

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