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Filzmoser feilt am Blitz-Comeback

Der rechte Knöchel ist fest eingetapet. Doch das scheint Sabrina Filzmoser nicht weiter zu stören.

Die Welserin hat sich am 22. September den rechten Außenknöchel gebrochen. Gerade einmal eineinhalb Monate später wirkt es aber, als wäre die 31-Jährige schon wieder ganz die Alte.

Selbst in Trainingskämpfen ist Filzmoser schmerzfrei. Ausgiebig Gelegenheit zum Trainieren hatte sie im Olympischen Camp in Malaga. Zehn Tage lang konnte sich die Weltranglisten-Fünfte der Klasse bis 57 kg mit internationalen Top-Leuten messen.

Sehr wahrscheinlich, dass Filzmoser auch bald schon wieder auf die Wettkampf-Matte zurückkehrt. Möglicherweise bereits beim Grand Prix in einer Woche in Amsterdam.

„Sie ist noch nicht hundertprozentig fit, aber es sieht gut aus. Über einen Einsatz möchten wir erst Anfang nächster Woche entscheiden“, erklärt ÖJV-Teamchef Udo Quellmalz, der die zweifache Europameisterin zeitweise sogar bremsen muss.

Keine Lust auf Pause

Der Deutsche bestätigt, dass Filzmoser am liebsten bereits beim Grand Prix Mitte Oktober in Abu Dhabi an den Start gegangen wäre. Also nicht einmal einen Monat nach ihrer Verletzung.

„Aber wollen und können sind zwei Paar Schuhe“, erklärt der Olympiasieger von 1996, der letztendlich dazu beitrug, dass Filzmoser noch zuwartete.

Keine Notwendigkeit

Der ursprünglich erhoffte Comeback-Termin war der Grand Slam in Tokio von 9. bis 11. Dezember. Die Teilnahme am letzten Highlight des Jahres gilt aus heutiger Sicht als fix. „Insofern sie sich nicht noch einmal verletzt“, betont Quellmalz, der weiß, dass der Heilungsverlauf so nicht zu erwarten war.

Doch ist es überhaupt notwendig, so bald zurückzukommen? Denn schließlich hat Filzmoser dank ihrer ausgezeichneten Weltranglisten-Position ihr Olympia-Ticket bereits in der Tasche.

So sah Filzmosers Fuß Ende September aus

Dessen ist sich auch Quellmalz bewusst. „Andere würden töten, wenn sie so viele Olympia-Punkte hätten wie sie, aber es zeichnet Sabrina eben aus, dass sie trotz alledem so extrem ehrgeizig und hart zu sich selbst ist.“

Quintett oder Sextett?

Für Amsterdam indes fix sind Georg Reiter (bis 66 kg), Peter Scharinger (bis 73), Max Schirnhofer (bis 90), Hilde Drexler (bis 63) sowie Ludwig Paischer (bis 60), der gerade erst von einem mehrwöchigem Trainingsaufenthalt in Japan zurückgekehrt ist.

Für die Reise zum Weltcup in das koreanische Jeju (2./3. Dezember) ist nach momentanem Stand der Dinge nur Drexler eingeplant.

Reinhold Pühringer

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