Geschenk statt Beschimpfung

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"Habe ehrlich gedacht, es ist eine Foto-Montage"

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Wladimir Klitschko staunte nicht schlecht: Sein nächster Rivale Mariusz Wach beschimpfte den Schwergewichts-Boxweltmeister aus der Ukraine nicht, er beschenkte ihn.

Der 36-Jährige erhielt bei der ersten Pressekonferenz der beiden am Dienstag in Hamburg ein signiertes Foto vom Polen. Darauf zu sehen waren beide Boxer.

Eine Fotomontage?

"Ich habe ehrlich gedacht, das ist eine Foto-Montage", meinte Klitschko und fragte ungläubig: "Standen wir im Sparring?"

Der Pole trainierte vor acht Jahren kurzzeitig im Hamburger Universum-Stall, bei dem die Klitschko-Brüder einst unter Vertrag standen. An die Begegnung konnte sich Wladimir Klitschko aber nicht erinnern.

Wie die Zeit vergeht

Das Duell gegen Wach am 10. November in der Hamburger O2-Arena wird Klitschkos 62. Profi-Kampf. Der Weltmeister nach IBF-, WBA- und WBO-Version sowie des unbedeutenden Verbandes IBO wunderte sich über die Vielzahl seiner Kämpfe.

"Die Zeit vergeht wahnsinnig schnell. Die Zahl der Kämpfe wird immer größer, die Gegner werden es auch", sagte Klitschko.

Erstmals in seiner Profi-Laufbahn muss er nämlich gegen einen größeren Rivalen antreten. Wach misst 2,02 Meter, Klitschko 1,98. "Ich werde ihn genau studieren", kündigte der Ukrainer an.

"Nichts zu verlieren"

Wach hat seine 27 Profi-Kämpfe allesamt gewonnen und ist internationaler WBC-Meister.

"Das ist der wichtigste Kampf meiner Karriere. Ich habe nichts zu verlieren", betonte der höfliche und zurückhaltende Herausforderer, der Respekt vor dem Champion äußerte.

"Er hat mir schon damals imponiert", sagte der 32-Jährige in Erinnerung an die kurze gemeinsame Zeit im Universum-Stall.

Champion Klitschko konnte bei so viel Unterwürfigkeit nicht einmal böse schauen.

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