Nader will Revanche für Unentschieden

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Marcos Nader strotzt voller Tatendrang.

Am 13. April will sich Österreichs größte Box-Hoffnung im Retourkampf gegen den Spanier Roberto Santos endlich den EU-Titel im Mittelgewicht sichern.

"Er weiß, wie ich boxe, ich weiß, wie er boxt, aber die Karten werden neu gemischt. Ich habe mir ein gutes Konzept überlegt, das wird aber nicht verraten", sagte der seit 1. März 23-jährige Nader am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Wien.

Nicht glücklich mit Wertung

Das erste Aufeinandertreffen im Schwechater Multiversum hatte am 2. November 2012 mit einem Unentschieden geendet. Nader erinnert sich nicht so gern daran, hätte der Kampf seiner Meinung nach doch anders gewertet werden müssen.

"Ich habe mir den Kampf sehr oft angeschaut. Ich bin der Meinung, dass ich knapp, aber doch gewinnen hätte müssen", meinte Nader.

"Ich muss jetzt ein Schäuflein drauflegen beim Rückkampf, dass es die Punkterichter auch so wahrnehmen", ergänzte der in 17 Kämpfen noch unbesiegte Wiener.

Den Punkterichtern "helfen"

Das sah auch sein Coach Otto Ramin so. "Wir freuen uns auf die Revanche. Wir wollen klare Akzente setzen, dass die Punkterichter die Entscheidung diesmal klarer fällen können."

Nader hat den Vorteil, zum zweiten Mal in Folge vor Heimpublikum antreten zu können.

"Das Publikum hat mich angetrieben, es war kein Druck für mich, sondern eine Motivation", betonte der Sauerland-Athlet. "Es ist ein anderes Gefühl, zu Hause zu boxen, und ein Ansporn dafür, sich im Training voll reinzuhängen und mehr als 100 Prozent zu geben."

Santos nimmt sich Urlaub

Santos hat keine Probleme mit dem Heimvorteil seines Gegners

"Natürlich ist es immer schwierig auswärts anzutreten, das Positive daran ist aber, dass ich nicht den großen Druck habe. Ich weiß, dass ich der Feind bin, aber ich will gewinnen und fertig", erklärte der Titelverteidiger.

Um sich ideal auf den Kampf vorzubereiten, hat der als Security arbeitende 31-Jährige diesmal Urlaub genommen. "Das ist der größte Unterschied zum ersten Kampf. Ich kann mich exklusiv und in erhöhtem Umfang darauf vorbereiten", sagte Santos.

Darauf setzt auch sein Trainer. "Er wird körperlich viel besser vorbereitet sein, deshalb wird man auch einen anderen Rhythmus im Kampf sehen", meinte Jesus Antonio Labrador Felipe.

80 Runden lang schwitzen

Nader wird diese Woche in Wien mit seinem Bruder trainieren und sich in der Folge in Berlin mit "guten Sparringpartnern" auf den Kampf einstimmen.

Santos bereitet sich in seiner Heimat mit zwei fixen Gegnern vor, wollte bis Mitte April in der Vorbereitung noch ungefähr 80 Runden boxen.

Sauerland glaubt an Nader

Rund 2.000 Zuschauer werden den Kampf vor Ort miterleben können, die Organisatoren hoffen darauf, dass die Halle im Gegensatz zum ersten Titelkampf ausverkauft sein wird.

Karten gibt es von 25 bis 200 Euro, das Rahmenprogramm mit "sechs bis acht" Kämpfen ist noch in Bearbeitung.

"Marcos Nader ist Österreichs Zugpferd, er kann den Durchbruch für den Sport in Österreich bringen. Unser Ziel ist es, Wien und Schwechat als Standort für Berufsboxen zu etablieren", erklärte Sauerland-Sportdirektor Hagen Döring.

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