Pistorius will Kontakt zu Steenkamp-Familie suchen

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Oscar Pistorius will anscheinend den Kontakt zur Familie seiner getöteten Freundin Reeva Steenkamp suchen.

Dies erklärte der unter Mordverdacht stehende südafrikanische Paralympics-Star gegenüber Familienmitgliedern, nachdem er am Freitag gegen Kaution aus der Haft entlassen worden war.

"Keinerlei Druck ausüben"

"Wir wollen keinerlei Druck auf ihn ausüben, aber als wir im Auto waren, hat er gesagt, dass er dies tun will", sagte sein Onkel Arnold Pistorius dem Sender eNews Channel Africa.

"Reevas Familie ist immer in seinen Gedanken, und er möchte gerne in Zukunft ein Teil dieser Familie sein."

Es war unklar, ob Steenkamps Angehörige einen solchen Kontakt wünschen.

"Er muss mit seinem Gewissen leben"

Der Vater des 29-jährigen Models hatte zuletzt der Zeitung "Beeld" gesagt: "Es ist egal, wie viel Geld er hat oder wie gut sein Anwaltsteam ist, er muss mit seinem Gewissen leben."

Steenkamp war in der vergangenen Woche eingeäschert worden. Pistorius (26) hatte sie in der Nacht auf den Valentinstag durch die geschlossene Badezimmertür erschossen.

Seinen Angaben zufolge glaubte er, es sei ein Einbrecher im Haus.

Bruder unter Tötungsanklage

Der Bruder des mordverdächtigen Oscar Pistorius ist nach Berichten südafrikanischer Medien wegen grob fahrlässiger Tötung angeklagt.

Carl Pistorius müsse sich in einem Gerichtsverfahren wegen eines tödlichen Unfalls im Jahr 2010 rechtfertigen, berichtete der Nachrichtensender eNCA am Sonntag. Die Gerichtsverhandlung sei Ende März angesetzt.

Carl Pistorius soll bei dem Unfall nahe Vanderbijlpark südlich von Johannesburg, bei dem eine Motorradfahrerin getötet wurde, grob fahrlässig und rücksichtslos gehandelt haben, so die Anklage laut Sender.

Der Blutprobe zufolge habe der Beschuldigte aber nicht unter Alkoholeinfluss gestanden. Wie sein Bruder werde Carl Pistorius von dem Rechtsanwalt Kenny Oldwage vertreten.

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