Trevor Gretzkys Traum von der MLB

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"The Great One" ist sein größter Fan.

So oft es ihm möglich ist, schaut sich Kanadas Eishockey-Legende Wayne Gretzky gemeinsam mit Ehefrau Janet die Baseballspiele seines zweitältesten Sohnes Trevor an und springt bei jeder gelungenen Aktion des Juniors begeistert auf.

Sein 18-jähriger Sprössling ist auf dem besten Weg, Profi zu werden. Im Juni haben die Chicago Cubs aus der Major League Baseball (MLB) Trevor Gretzky in der siebenten Runde gedraftet.

"Sind sehr stolz auf ihn"

"Wir sind sehr stolz auf ihn", betont Wayne Gretzky.

Bisher musste er für die Spiele seines Sohnes nur im Großraum Los Angeles hin- und herfahren.

Ab Herbst spielt Trevor Gretzky als First Baseman an der San Diego State University, wo er ein Studium aufnimmt.

Von 2015 an soll es wieder einen Gretzky bei den ganz Großen geben - und zwar bei den traditionsreichen Cubs.

An 219. Stelle gedraftet

Unter allen Talenten seines Jahrgangs wurde Gretky an 219. Stelle gezogen. "Wir sind alle in der Küche um einen Computer gesessen und haben Radio gehört", erzählt Trevor Gretzky.

Als sein Name schließlich fiel, war der Jubel groß. Er könne es noch gar nicht glauben, Chicago sei ein erstklassiger Verein und er selbst habe überhaupt keine Erwartungen gehabt, so Gretzky Jr..

Und als kurz darauf der Manager der Cubs anrief, wurde sogar Wayne Gretzky nervös.

Von Yankees inspiriert

Dass Trevor nicht in die Schlittschuhe geschlüpft ist, liegt an Wayne. Als der die letzten Jahre seiner grandiosen Karriere für die New York Rangers spielte, nahm er seinen Sohn oft mit zu den legendären Yankees in die Bronx.

Für Trevor war es Liebe auf den ersten Blick: "Seitdem ist es immer mein Traum gewesen, in der Major League zu spielen."

Weiter Weg bis zur MLB

Vor fünf Jahren hatte er nebenbei auch mit American Football angefangen, kam im High School-Team aber nicht über die Rolle des Ersatz-Spielmachers hinter Nick Montana, dem Sohn von Quarterback-Legende, Joe Montana, hinaus.

Dass es bis zur MLB noch ein weiter Weg ist, weiß Trevor Gretzky. Er müsse halt sehr hart arbeiten, sagt er, trotzdem sei "das alles hochinteressant."

Wayne Gretzky spricht gar von einem "Marathon". Dennoch will er, so oft es geht, auch künftig auf der Tribüne sitzen, anfeuern, jubeln und fluchen, so wie alle anderen Eltern neben ihm auch.

In dieser familiären Atmosphäre ist er nicht "The Great One", sondern einfach nur "sehr stolz darauf, sagen zu können, dass ich Trevor Gretzkys Vater bin".

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