Fliegen jetzt die Federn?

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Mayer will Badminton-Verband klagen

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Es ist Sturm-Zeit. Was für die Heurigen-Lokale gilt, trifft auch auf heimische Fachverbände zu.

Denn jetzt droht plötzlich auch der Funktionärsspitze im Badminton Ungemach. Claudia Mayer macht laut dem Nachrichtenmagazin "News" ernst und bereitet eine Klage vor.

Die 28-Jährige, der trotz der besseren Weltranglisten-Position Simone Prutsch in der Olympia-Quali der Vorzug gegeben wurde, fühlt sich bei der London-Beschickung vom Verband verschaukelt und fordert jetzt Schadenersatz.

Konkret soll sie 80.000 Euro, die sie im Zuge des Qualifikations-Prozesses aufgebracht hat, sowie die Ausfälle aus Sponsorengeldern und einem verspätetem Studienabschluss (BWL) einklagen. Ihr Rechtsanwalt Robin Lumsden bastelt gerade an der Klageschrift.

Kein Kadermitglied, keine Spiele

Der Verband hatte die Nominierung von Prutsch (als 84. vier Weltranglisten-Plätze hinter Mayer) mit einem Beschluss begründet, wonach Kandidaten für Großereignisse dem Nationalkader angehören müssen.

Mayer zähle aber nicht zum Nationalteam, da sie, anstelle im Bundesleistungszentrum im 21. Wiener Gemeindebezirk zu trainieren, lieber auf ein eigens kreiertes Umfeld setzt. Dem ÖBV ist das ein Dorn im Auge.

Laut "News" habe bei sich die Nichtnominierung für Olympia bereits bei einer Aussprache mit dem für Leistungssport zuständigen Vize-Präsidenten Alexander Almer abgezeichnet. Als Vorbedingung für die Entsendung zur EM hätte Mayer akzeptieren müssen, dass sie für den Verband "nur" die Nummer zwei hinter Prutsch sei, auch wenn sie in der Rangliste vor dieser liege.

Wie man es dreht und wendet

Bei der Zusammensetzung der nationalen Hackordnung soll der ÖBV gemäß Mayer mehr auf Willkür denn auf Ergebnisse gesetzt haben.

"War ich nationale die Beste, dann zählten nur internationale Erfolge. War ich international vorn, dann zählten nur nationale Ergebnisse. Und als ich in beiden Rankings in Führung lag, zählte plötzlich die Anzahl der gewonnen Matches", schildert Mayer.

Trotz des "Haxelstellens" hat die Wienerin noch nicht genug und hofft sich durch den Prozess auch eine faire Quali-Chance für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro zu erkämpfen.

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