2012 war IHR Jahr

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Die internationalen Gewinner des Jahres

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Das internationale Rampenlicht ist grell, bietet allerdings nur wenigen Platz.

LAOLA1 blickt noch einmal zurück und zeigt, wer aus internationaler Sicht heuer im Zentrum der Aufmerksamkeit stand:

Die Götter des Olymps

Die Stars der Olympischen Spiele: Michael Phelps und Usain Bolt

Michael Phelps und Usain Bolt. Sich bei diesen beiden Ausnahmekönnern in Superlativen zu üben, ist müßig. Egal wie überirdisch oder raketenähnlich man als Journalist die Vergleiche auch anlegt, sie wirken angesichts der internationalen Prädikate nur noch verwässernd. Darum gehen wir die Sache ganz nüchtern an.

In den vergangenen Jahren war Phelps in ein tiefes Motivationsloch gefallen, wollte nicht mehr. Rücktrittsgerüchte machten nicht grundlos die Runde. Doch dann hat sich der Mann aus Baltimore für die Spiele in London noch einmal aufgerafft. Und wie?! Bevor er die Badehose endgültig an den Nagel hing, setzte es vier Mal Gold und zwei Mal Silber. Mit insgesamt 22 Medaillen, 18 davon in Gold, ist der 27-Jährige endgültig der erfolgreichste Olympionike aller Zeiten.

Eine Edelmetall-Sammlung, mit der Bolt freilich nicht ganz mithalten kann. Dafür verblüfft der Jamaikaner in einer Disziplin, deren Grad an Ausreizung laut einigen Experten bereits als erreicht schien. Auch wenn das menschliche Limit in Form eines Weltrekords diesmal nur mit der 4-x-100-m-Staffel gedrückt werden konnte, sind drei Mal Olympia-Gold sowie 9,63 Sekunden über 100 m und 19,32 über 200 absolut magisch.

Spaniens Nationalteam

Ein längst vertrauter Anblick

Wir sind Zeit-Zeugen einer geschichtsträchtigen Ära. Irgendwann werden unsere Enkel und Urenkel die Zeit, in der wir lebten, wohl als „Epoche des Tiqui-taca“ bezeichnen. Denn wie Iniesta, Xavi und der Rest der spanischen Gang den internationalen Fußball dominieren, ist schlichtweg von einem anderen Stern.

Durch das 4:0 im Finale über in diesem Turnier wiedererstarkte Italiener konnte „La Roja“ als erste Nation der Geschichte den EM-Titel verteidigen sowie in drei Großereignissen in Folge reüssieren. Dass besagter Iniesta zum besten Spieler und neun weitere seiner Kollegen in den Kreis der besten 23 Spielern des Turniers gewählt wurden, versteht sich praktisch von selbst.

Rory McIlroy

Wozniacki und ihr Herzblatt McIlroy

Man(n) könnte fast eifersüchtig werden, wenn man hört, dass Rory McIlroy ein Werbevertrag über 250 Millionen Euro winkt, und man sieht, dass seine Freundin Tennis-Beauty Caroline Wozniacki ist. Fast. Wäre da nicht sein famoses Spiel auf den Grüns dieser Welt, aufgrund dessen er die Zuckerseiten des Lebens nicht zu Unrecht genießen darf.

Nicht nur, dass er sowohl die Preisgeld-Rankings der European- und PGA-Tour für sich entschied, kürte er sich mit 22 Jahren zur zweitjüngsten Nummer eins der Weltrangliste in der Geschichte. Jünger war bislang nur Tiger Woods, den er aber Stück für Stück aus dem Rampenlicht verdrängt. Den Anfang macht er mit besagtem Werbe-Deal mit Nike, der den bisherigen Rekord-Kontrakt von Woods bereits übertrifft. Wie gesagt, man könnte fast eifersüchtig werden…

Bradley Wiggins

"König Bradley I." auf seinem Thron

Seine Kotletten waren DAS haarige Markenzeichen dieser Olympischen Spiele. Die langen Backen-Wärmer mutierten zum Fan-Utensil Nummer eins in Londons Straßen. Denn die Erwartungen seiner britischen Landsleute nach seinem ersten Sieg bei der Tour de France, die er als erster Brite in deren 109-jährigen Geschichte gewann, waren groß, um nicht zu sagen riesig.

Doch Wiggins enttäuschte das Inselvolk nicht und sicherte sich im Einzelzeitfahren mit einem satten Vorsprung von 42 Sekunden auf den Deutschen Tony Martin seine insgesamt vierte Goldene, die erste auf heimischen Boden. Damit machte sich „König Bradley I.“ unsterblich. Diese Erfolge bescherten ihm schließlich die Titel „Radsportler des Jahres“ sowie Großbritanniens „Sportpersönlichkeit des Jahres“.

Didier Drogba

Didier Drogba verwandelte auch den entscheidenden Elfer im Finale

Am 19. Mai war es endlich soweit. Zum ersten Mal in der 107-jährigen Vereinsgeschichte durfte Chelsea London die Champions-League-Trophäe in den Himmel strecken. Warum wir ausgerechnet Drogba aus diesem Kollektiv herauspicken, hat zwei Gründe. Erstens: Nur wenige symbolisieren die sich im Auflösen begriffene alte Chelsea-Garde so gut wie er. Der Ivorer trug mit seiner Physis und Durchschlagskraft jahrelang das Offensiv-Spiel der „Blues“ und war mitunter durch seinen 1:1-Ausgleich der Mann des Endspiels.

Zweitens: Drogba stand beim historischen Ausscheiden eines Titelverteidigers in der Gruppenphase rund sieben Monate später nicht mehr in Diensten der Londoner. Darum gehört er zu den großen „Gewinnern des Jahres“. Auch wenn er mit 34 Jahren seinen Zenit schon überschritten hat, darf gehofft werden, dass Drogba alsbald aus seinem „Exil“ bei Shanghai Shenhua zurückkehrt und wieder in Europa auf Torejagd geht.

Sebastian Vettel

Vettel vollendet den Titel-Hattrick

Sebastian Vettel ist Formel-1-Weltmeister. Schon wieder. Bereits zum dritten Mal in Folge steht der Heppenheimer am Ende einer Saison ganz oben und macht sich mit 25 Jahren zum jüngsten Dreifach-Champion der F1-Geschichte. Wer nun behauptet, dreimal derselbe ist gleich „Formel fad“, der dürfte das Jahr schlichtweg verschlafen haben. Denn die ersten sieben Grand Prixs des Jahres sahen sieben verschiedene Sieger. Das gab es bisher noch nie.

Von der Überlegenheit Red Bulls war aufgrund der Reglement-Änderungen zunächst wenig übrig. Ein neuerlicher Titelgewinn Vettels zeichnete sich erst in der zweiten Saisonhälfte ab, als er bei vier Rennen in Folge auf das oberste Podest kletterte. Den Zuckerguss auf einer bombigen Renn-Saison bildete das Finale in Interlagos, in dem sich Vettel zunächst drehte, ihm letztendlich aber ein sechster Platz reichte.

Reinhold Pühringer

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