Ausnahmekönner unter sich

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Die Gewinner des Sportjahres 2014 - International

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Rot-weiß-rote Erfolge sind uns zumeist am liebsten, doch auch die Leistungen internationaler Größen gehören entsprechend gewürdigt.

Ob Winter, Sommer, auf Schnee oder Rasen - auch dieses Jahr hoben sich wieder einige von der groben Masse ab.

LAOLA1 weiß, wer sich 2014 den Status "Gewinner - International" redlich verdient hat:

 

Das DFB-Nationalteam

Die WM 2014 in Brasilien bleibt in schwarz-rot-goldener Erinnerung. Spieler wie Manuel Neuer, Bastian Schweinsteiger und Co. setzten sich mit dem Weltmeistertitel endgültig ein Denkmal und beendeten die seit 1990 andauernde Durststrecke der Deutschen bei einer WM-Endrunde. Schlussendlich war die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw auch jene, die es sich wohl am meisten verdient hatte, trotz eines 2:2 gegen Ghana, dem knappen Achtelfinal-Aufstieg nach Verlängerung gegen Algerien sowie dem Zittersieg gegen Frankreich. Von der 7:1-Machtdemonstration gegen Brasilien werden die DFB-Spieler noch ihren Enkelkindern erzählen, genauso wie von Mario Götzes Goldtor in der 113. Minute des Finales gegen Argentinien. Bekanntlich soll man aufhören, wenn es am schönsten ist. Das beherzigten mit Philipp Lahm, Miroslav Klose und Per Mertesacker gleich drei Leistungsträger.

 

Lewis Hamilton

Der 29-jährige Brite ließ in dieser Saison nicht nur Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel und Co. alt aussehen. Nein, er entschied vor allem den hochstilisierten "Krieg der Sterne" mit Nico Rosberg für sich. Mercedes machte sich 2014 unumstritten zur treibenden Kraft in der Formel 1, unter freundlicher Mitwirkung zweier Österreicher: Motorsportchef Toto Wolff und Aufsichtsratsvorsitzender Niki Lauda. Hamilton stellte in allen Rennen sein Sieger-Gen unter Beweis und behielt in einem engen, nicht immer fairen und kollegialen, Fight mit seinem Nebenbuhler im Silberpfeil die Nerven. Zum Glück aus seiner Sicht hatte das Novum der doppelten Punktevergabe im abschließenden Rennen in Abu Dhabi keine Auswirkungen auf seinen WM-Titel. 11 Siege in 19 Rennen, insgesamt 16 Podestplätze stellen unter Beweis, dass sich der Vollgas-Pilot die Wiederholung seines Weltmeistertitels von 2008 mehr als nur erarbeitet hatte.

 

Rory McIlroy

Dass der 25-jährige Nordire ein herausragender Golfer ist, stand seit jeher außer Frage. Trotzdem reichte es in der Weltrangliste, seitdem er im März 2013 den Nummer-1-Status nach 32 Wochen wieder verlor, vorerst nicht mehr für ganz oben. Bis zum Jahr 2014, als sich ausgerechnet nach der Lösung der Verlobung mit Tennis-Starlet Caroline Wozniacki, wieder die ganz großen Erfolge einstellten. Durch seinen Premierensieg bei den British Open und dem zweiten Triumph bei der PGA Championship, im finalen Flight mit Bernd Wiesberger, fuhr McIlroy seine Major-Siege drei und vier ein. Nur das US-Masters konnte er noch nicht für sich entscheiden. Mit dem Gewinn der World Golf Championship in Wentworth machte er seinen dritten Saisonsieg perfekt, ehe er mit Europa den Ryder Cup gewinnen konnte. Somit war er nach eineinhalb Jahren wieder zurück am Golf-Thron.

 

Novak Djokovic

An ihm führte 2014 kein Weg vorbei: Novak Djokovic. Zwar ist Roger Federers Aufbäumen in die Kategorie "Comeback" einzuordnen, von den Erfolgen her muss aber auch der Schweizer den Hut vor dem serbischen Widersacher ziehen. Djokovic holte sich nicht nur Anfang des Jahres den Platz an der Spitze der Weltrangliste von Rafael Nadal zurück, sondern kam mit Fortlauf der Saison immer besser in Fahrt. Sieben Turniersiege rahmten den zweiten Wimbledon-Triumph seiner Karriere nach 2011 sowie den Gewinn von vier ATP-1000-Turnieren, mehr als jeder andere in dieser Spielzeit. Außerdem sicherte er sich wie im Vorjahr den Sieg bei den ATP World Tour Finals in London, dem Showdown der achten besten Akteure. Die French Open bleiben hingegen weiterhin der einzige Grand-Slam-Titel, der dem 27-Jährigen noch fehlt. Auch privat darf sich Djokovic als Gewinner sehen. Neben der Hochzeit mit Langzeitfreundin Jelena Ristic erblickte Sohn Stefan das Licht der Welt.

 

Die Madrider Großklubs

Mitte des Jahres stand eine Stadt im Ausnahmezustand. Das Besondere daran? Gleich zwei Fan-Lager durften sich über den Gewinn zweier wichtiger Titel freuen und unterstrichen gleichzeitig die aktuelle Madrider Dominanz. Real verwirklichte sich den Traum von "La Decima" und holte nach zwölf Jahren erstmals wieder die Champions League. Die langersehnte Erfüllung wurde erst möglich, als Sergio Ramos per Kopf in der 93. Minute den 1:1-Ausgleich erzielte, schlussendlich hieß es 4:1. Gegner damals: Atletico. Das Sensationsteam rund um Trainer Diego Simeone fixierte nicht nur am letzten La-Liga-Spieltag gegen den FC Barcelona den ersten spanischen Meistertitel seit 1996 und durchbrach damit die Dominanz Barcas und Reals der vergangenen Jahre, sondern die "Rojiblancos" stießen wie erwähnt auch bis ins Endspiel der Königsklasse vor. Reals Serie von 22 Pflichtspielsiegen in Folge, der Copa-del-Rey-, UEFA-Supercup- und Klub-WM-Titel setzten dem Madrider Jahr noch die Krone auf.

 

Marc Marquez

Die Dominanz in der MotoGP hat einen Namen: Marc Marquez. Und das nicht erst seit der abgelaufenen Saison. Schließlich darf sich der Spanier mit 21 Jahren und 237 Tagen bereits Doppel-Weltmeister in der Motorrad-Königsklasse nennen. Damit löste er Mike Hailwood (23 Jahre, 152 Tage) als jüngster Doppel-Weltmeister aller Zeiten ab. Der Honda-Pilot hat seine Maschine im Griff wie kein anderer, allerorts werden bereits Vergleiche mit den Größten in der Geschichte strapaziert. Die Zahlen unterstreichen seine Ausnahmestellung: 18 Rennen, 13 Saisonsiege! So viele schaffte kein Fahrer vor ihm, der Australier Mick Doohan hielt den Rekord mit zwölf Siegen aus dem Jahr 1997. Noch beeindruckender war seine Serie von zehn Erfolgen en suite zum Saisonstart nach überstandenem Wadenbeinbruch. Wer ihn in Zukunft gefährden könnte? Am ehesten wohl sein jüngerer Bruder Alex, der den Moto3-Titel holte.

 

Ole-Einar Björndalen & Marit Björgen

Lang lebe der König! Die Olympischen Spiele in Sotschi haben Ole-Einar Björndalen zum erfolgreichsten Winter-Olympioniken aller Zeiten gemacht. Nach sechs erfolgreichen Winterspielen in der eindrucksvollen 20-jährigen Karriere des mittlerweile 40-jährigen Norwegers sieht seine Medaillenausbeute wie folgt aus: 8 x Gold, 4 x Silber, 1 x Bronze! Ein bis dato unerreichter Wert. Einer der ersten Gratulanten war der erfolgreichste Langläufer und Freund Björn Dählie, dem er die bisherige Bestmarke wegschnappte (8/4/0). Doch damit nicht genug. Auch bei den Damen schrieb eine Norwegerin Geschichte. Langläuferin Marit Björgen ist mit 6 x Gold, 3 x Silber und 1 x Bronze die erfolgreichste Wintersportlerin bei Olympischen Spielen. Drei Medaillen sammelte die 34-Jährige in Sotschi und schraubte ihre Bilanz weiter nach oben.

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