Die Liga der Sieger-Typen

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Die österreichischen Gewinner des Jahres

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Österreichs Gewinner des Jahres

Gefeiert, geehrt und gehuldigt wurden die Sieger des Jahres wohl ohnehin schon genug.

Uns ist das allerdings vollkommen egal, wir setzen noch einen drauf. LAOLA1 wirft noch einmal den würdigenden Blick zurück auf die herausragendsten rot-weiß-roten Sportler des Jahres 2012:

Marcel Hirscher

Marcel Hirscher hatte 2012 jede Menge Grund zum Feiern

2012 war SEIN Jahr. Der Salzburger mauserte sich in dieser Saison zum absoluten Liebkind der heimischen Sportnation. Der 23-Jährige feierte im Kalenderjahr 2012 neun Weltcupsiege. Darunter fiel das historische Doppel in Adelboden mit Riesentorlauf und Slalom, was vor ihm noch niemandem gelang. Außerdem ist Hirscher der erste Läufer seit Ingemar Stenmark, der die ersten drei Weltcuprennen eines Jahres gewann. Als Belohnung sicherte er Österreich die erste große Kristallkugel seit Benjamin Raich 2006.

In der angebrochenen Saison geht Hirschers Erfolgslauf ungebremst weiter: Sieben Podestplätze in den ersten sieben Technik-Bewerben bedeuten die Einstellung des Uralt-Rekords von Alberto Tomba. Der Höhenflug gepaart mit seinem Image macht ihn zum perfekten Werbeträger für Sponsoren. Raiffeisen, das sich in den letzten Jahren immer nur Österreichs absolute Aushängeschilder unter den Nagel riss, lässt grüßen. Daran kann auch jugendlicher Übermut hinterm Steuer nichts ändern.

Black Wings Linz

Rob Daum schlägt gleich im ersten Jahr zu

Am Modus der Erste Bank EHL mögen sich zwar so einige Geister scheiden. Zu lang, zu unübersichtlich und am Ende zählen ohnehin nur die Playoffs. Umso höher einzuschätzen ist deshalb die Leistung der Black Wings Linz, die mit einer unglaublichen Konstanz die Saison 2011/12 regelrecht beherrscht haben.

Ein großer Anteil gebührt dabei Trainer Rob Daum, der gleich in seiner EBEL-Premieren-Saison einen völlig neuen Schwung in die Stahlstadt brachte. Nach Gewinn des Grunddurchgangs (30 Siege in 40 Partien) und der Zwischenrunde (6 in 10) wurde es lediglich im Playoff-Viertelfinale so richtig eng, als die Linzer gegen die Vienna Capitals in ein Spiel sieben mussten, dort sich aber mit einem 8:3-Sieg das nötige Selbstvertrauen für den Rest der Meister-Kampagne holten.

David Alaba

David Alaba sitzt Schritt für Schritt auf dem Weg nach oben

Er zählt zwar erst 20 Jahre, schickt sich aber an, zum Stammgast in unserer Kategorie „Gewinner des Jahres“ zu werden. Beim großen FC Bayern hat sich der in Wien geborene Sohn einer Philippinin und eines Nigerianers einen Stammplatz auf der linken Seite der Viererkette erspielt. Auf wie abseits des Platzes harmoniert er perfekt mit Weltklasse-Mann und Schmäh-Kanone Franck Ribery. Sowohl in der deutschen Bundesliga als auch in der Champions League zählt Alaba auf seiner Position seit heuer zu den Besten.

Seine Entwicklung machte auch vor dem Nationalteam-Trikot nicht halt. In der ÖFB-Auswahl gibt der Youngster den laufstarken Spielgestalter auf der Sechser-Position. Nicht umsonst schwärmt auch Teamchef Marcel Koller gegenüber „spox“: „David Alaba ist nicht normal.“ Beim 4:0 über Kasachstan erzielte er neben zwei Assists sein erstes Tor für Österreich.

Dass ihn die Trainer der österreichischen Bundesliga neuerlich zum „Spieler des Jahres“ wählten, geht angesichts seines kometenhaften Aufstiegs, der selbst durch einen Ermüdungsbruch im Sommer keinen Abbruch fand, fast ein wenig als Randnotiz unter.

Robert Gardos und Daniel Habesohn

Habesohn/Gardos holen sich den EM-Titel

Mit Blick auf die Sommersportarten ist festzuhalten, dass 2012 ein sehr dürftiges Jahr war. Während die Wunden der Olympia-Pleite noch längst nicht verheilt sind, stecken Struktur-Reformen noch immer irgendwo zwischen Ideenfindung und Ministerrat fest. Darum gilt es, die wenigen Highlights umso mehr hervorzustreichen. Und zu diesen gehörte zweifelsohne der Tischtennis-Europameistertitel des Doppels Robert Gardos und Daniel Habesohn.

Das Duo steigerte sich im dänischen Herning von Runde zu Runde und fightete schließlich im Endspiel Kristian und Mattias Karlssen (SWE) in mehr als einer Stunde mit 4:3 nieder. Ein Titel, der ein klein wenig an die Hochzeiten eines Werner Schlagers zurückerinnert.

Kletter-Riege

Angela Eiter ließ sich bei der WM nicht hängen

Wenn wir bei IOC-Boss Jacques Rogge einen Wunsch frei hätten, dann könnte dieser nur lauten: Nehmt Klettern in das olympische Programm auf! Denn was Österreichs Sportkletterer bei den Weltmeisterschaften im Pariser Palais Omnisports in die Wand zauberten, war schlichtweg der Gipfel.

Erstmals konnte Rot-Weiß-Rot in Person von Jakob Schubert und Angela Eiter in der Königs-Disziplin Vorstieg beide Titel einheimsen. Hinzu kamen drei weitere Medaillen durch Kilian Fischhuber (Silber), dessen Freundin Anna Stöhr sowie Johanna Ernst (Bronze/alle im Bouldern). Womit wohl der endgültige Beweis erbracht ist, dass wir auch in sportlicher Hinsicht ein Bergvolk sind.

Skisprung-Team

Ein Quartett mit Kult-Charakter

Als nicht gerade von Erfolg verwöhnter rot-weiß-roter Sportfan tut es gut, ab und an den Fernseher aufdrehen und mit großer Sicherheit von einem österreichischen Erfolg ausgehen zu können. Dafür verantwortlich sind nach wie vor die heimischen Skispringer.

Gut, den Gesamtweltcup haben sie 2011/12 mit Anders Bardal einmal einem Norweger überlassen, aber abseits davon ist die heimische Adler-Staffel rund um Alex Pointner nach wie vor das Non-Plus-Ultra am Schanzentisch. Gold bei der Skiflug-WM in Vikersund sowie der Gesamtsieg bei der Vierschanzen-Tournee gingen 2012 an Gregor Schlierenzauer, der auch bereits in der angebrochenen Saison die Weltcupführung übernommen hat.

Dass „Schlieri“, Thomas Morgenstern, Andreas Kofler und Martin Koch bereits zum vierten Mal in den vergangenen fünf Jahren zu Österreichs „Mannschaft des Jahres“ gewählt wurden, steht ohnehin für sich. Somit kann das Motto für 2013 praktisch nur lauten: „Ziiiiiieeeeeeeeehhh!“

Fast geschafft: Red Bull Salzburg

Die Erinnerung daran schmerzt noch

Eigentlich wollte die LAOLA1-Redaktion Red Bull Salzburg als vollwertiges Mitglied in die Liste der „Gewinner des Jahres“ aufnehmen. Schließlich wanderte neben der Meisterschale auch der ÖFB-Cup in die Mozartstadt. Dafür gebührt Fränky Schiemer und Co. zweifelsohne ein „Chapeau“, aber was war da noch einmal mit Düdelingen?

 

 

Reinhold Pühringer

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