Hypo NÖ verliert erstmals seit 1993

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Es gibt sie, diese Gesetze, die vermeintlich bis in alle Ewigkeit ihre Gültigkeit haben.

Die Erde dreht sich um die Sonne, das Brot fällt auf die Butterseite, am Sonntag gibt es Schnitzel und Hypo Niederösterreich gewinnt.

Doch alles hat irgendwann ein Ende, wenngleich erstgenanntes Beispiel hoffentlich nicht so bald.

Erstmals seit 8.255 Tagen

In Sachen Hypo Niederösterreich ist der Zauber aber vorbei. Eine der außergewöhnlichsten Serien der Sport-Geschichte ist gerissen.

Der Damen-Handball-Serienmeister hat ein Spiel auf nationaler Ebene verloren.

Das ist zum letzten Mal am 29. März 1993 passiert, also vor über 22 Jahren bzw. 8.255 Tagen. Damals hat WAT Fünfhaus im Meister-Playoff 18:16 gegen die Niederösterreicherinnen gewonnen.

Ein unfassbarer Siegeszug

Danach begann ein Siegeszug, der seinesgleichen sucht. 384 Meisterschaftsspiele in Folge hat Hypo NÖ nicht verloren. Und auch im Cup haben die Damen in Blau-Gelb nie geschlagen geben müssen.

Die Konsequenz dieser unfassbaren Dominanz: Seit 1977 gab es keinen anderen Meister mehr, seit 1988 keinen anderen Cup-Sieger.

Historisches in der Franz Guggenberger Sporthalle

Doch am Mittwoch-Abend in der Franz Guggenberger Sporthalle von Korneuburg ist etwas passiert, womit niemand mehr gerechnet hat: Hypo NÖ hat verloren.

Die Korneuburgerinnen setzten sich mit 26:24 durch und schrieben damit Sportgeschichte.

"Ich bin sprachlos"

"Ich bin sprachlos. Das ist eine Sensation. Alle Spielerinnen haben heute eine Top-Leistung abgerufen. Dabei mussten wir sogar zwei Spielerinnen vorgeben", kann es Silvia Grill, Korneuburgs Sektionsleiterin, nicht fassen.

Grill weiter: "Ich hoffe, dass wir sehr viel bewegen und ich hoffe, dass wir ein bisschen wachgerüttelt haben. Das soll auch ein Signal sein, dass es uns alle nachmachen sollen."

Mit je sechs Siegen und einer Niederlage liegen Hypo NÖ und Korneuburg in der Meisterschaft nun gleichauf.

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