"Mit viel Herz und Einsatz"

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ÖHB-Coach Johannesson nach erstem Test erfreut

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Der Auftakt in die unmittelbare Vorbereitung auf die am 15. Jänner beginnende WM in Katar ist Österreichs Männerauswahl geglückt.

Mit dem letztlich klaren 32:23-(14:13)-Erfolg über die Schweiz holte sich die Truppe von Patrekur Johannesson am Dienstag in Tulln die erste Moralinjektion für das Unternehmen WM-Achtelfinale, "Bomber" Roland Schlinger droht hingegen die WM-Zuschauerrolle.

Der Rücken des 32-jährigen Aufbauspielers macht Probleme, schon im Sommer fehlte er mit einer Bandscheibenblessur. "Wenn es am Donnerstag nicht geht, dann werde ich die Reise nach Katar nicht antreten", meinte Schlinger, zeigte sich aber optimistisch, im zweiten Test gegen die Schweiz am Donnerstag in Krems (20.00 Uhr) mit von der Partie sein zu können.

Charakter gezeigt

Am Dienstag wurde der ehemalige Deutschland-Legionär vor allem von Youngster Nikola Bilyk freilich gut vertreten. Der 18-jährige Fivers-Akteur zeigte in seinem erst sechsten A-Länderspiel eine starke Leistung, steuerte vier Treffer bei und erhielt auch von Johannesson Lob. "Manche haben mich gefragt, warum ich so einen jungen Spieler nehme. Aber er kann das", erklärte der Trainer.

"Es hat mir gefallen, dass die Mannschaft Charakter gezeigt und mit viel Herz und Einsatz gespielt hat", meinte der Isländer, der zwar die Wurfausbeute und einige technische Fehler vor dem Seitenwechsel monierte, mit der Umsetzung des Spielplans aber durchaus zufrieden war.

Auch Kapitän Viktor Szilagyi, der erst in der zweiten Hälfte mehr Einsatzzeit hatte, war damit hochzufrieden. "Man hat keinen Bruch gesehen", bemerkte er zu den verstärkten Wechseln in den zweiten 30 Minuten.

"Unsere größte Stärke"

Eine gewohnt gute Vorstellung lieferte zudem die Flügelzange Robert Weber (9 Tore) - Raul Santos (6) ab. "Das ist bekanntlich unsere größte Stärke", sagte Johannesson, der freilich auch den Leistungsabfall der Gäste in der zweiten Hälfte nicht verschwieg.

Die Schweizer, die seit 2006 kein Großereignis mehr absolviert und mit Rhein-Neckar-Löwe Andy Schmid nur einen Legionär im Aufgebot haben, wirkten letztlich vom kurz zuvor absolvierten Yellow-Cup ermüdet.

"Da haben wir lieber einen Schritt weniger als zwei Schritte zu viel gemacht. Und das reicht gegen einen Gegner dieser Qualität nicht aus", stellte Schweiz-Trainer Rolf Brack klar.

Chance für Schmid

Während für Mittwoch ein Eisstock-Duell zwischen den beiden Teams geplant war, geht es am Donnerstag wieder im Handball zur Sache.

Dann wird sich auch Rückraumspieler Dominik Schmid beweisen können, der beim 32:23 so wie Thomas Weber, Dominik Bammer, Marian Klopcic, Richard Wöss und Markus Bokesch auf der Tribüne saß. "Er wird eine Chance bekommen", betonte Johannesson.

Die muss der Deutschland-Legionär auch nutzen. Nach dem Spiel wird Johannesson seinen endgültigen WM-Kader nominieren, der schließlich auch den finalen Test am Montag gegen Europameister Frankreich in Paris bestreiten wird.

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