Johannesson: "Iran agiert manchmal undiszipliniert"

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Ein Sieg fehlt Österreichs Handball-Männern, um bei der WM in Katar vorzeitig ins angepeilte Achtelfinale einzuziehen.

Der Gegner am Mittwoch (15.00 Uhr MEZ) ist mit dem noch punktlosen Iran der wohl leichteste Gegner in Gruppe B.

Das "Ziel ist, alles klarzumachen", wie ÖHB-Teamchef Patrekur Johanneson betonte. "Wir nehmen die Favoritenrolle an. Druck kann positiv sein."

Mit Sieg wäre Platz vier sicher

Das dramatische 25:25 gegen Tunesien bescherte Österreich den dritten Punkt und sorgte vor den abschließenden Gruppenspielen gegen den Iran und Mazedonien (Freitag) für eine durchaus gute Ausgangslage im Kampf um die K.o.-Runde.

Gewinnt Österreich das Duell mit dem WM-Neuling, der bisher Bronze bei den Asienmeisterschaften 2014 als größten Erfolg zu Buche stehen hat, ist Szilagyi und Co. zumindest Platz vier sicher. Auch Platz zwei wäre noch in Reichweite - falls Mazedonien am Mittwoch nicht überraschend Titelmitfavorit Kroatien bezwingt.

Johannesson gab den Spielern am Dienstagvormittag frei, um sich vom harten Kampf gegen die Tunesier zu erholen. Er selbst widmete sich dem weiteren Studium des kommenden Gegners.

"Ein bisschen anderer Handball"

"Iran spielt mit schnellen Leuten und agiert manchmal undiszipliniert. Das ist ein bisschen ein anderer Handball. Aber es wird nicht einfach, wir müssen Respekt haben", erklärte der Isländer im Hinblick auf die soliden Vorstellungen der Iraner beim 20:25 gegen Bosnien bzw. beim 31:33 gegen Mazedonien.

Lediglich Kroatien machte am Montag beim 41:22 kurzen Prozess mit der vom Slowenen Borut Macek gecoachten Truppe, deren Akteure fast ausschließlich in ihrer Heimat engagiert sind.

Optimistisch gab sich Tormann Nikola Marinovic, der gegen den Iran bereits sein 150. Länderspiel absolvieren wird.

Keine Sorgen um Weber

"Ich denke, dass wir besser als gegen Bosnien und Tunesien spielen werden und von Anfang an zeigen, dass wir gut drauf sind", betonte der gebürtige Serbe, der im November 2004 im ÖHB-Team debütierte.

Sorgen um den sonst so treffsicheren Flügel Robert Weber, der für seine mentale Stärke bekannt ist, muss man sich laut Johannesson übrigens nicht machen.

Gegen Tunesien gelangen dem Magdeburg-Legionär zwar neun Tore, er vergab aber zahlreiche "Sitzer", darunter auch die große Chance auf den Siegtreffer im Finish.

"Es ist normal, dass man ein bisschen ins Überlegen kommt", meinte Johannesson, gab sich aber zuversichtlich, dass der 29-Jährige schon gegen den Iran wieder zu seiner Sicherheit zurückfindet.

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