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Schwere Brocken für die Fivers in der CL-Quali

Es ist der Traum eines jeden Sportlers gegen die besten Athleten der Welt anzutreten.

Was den österreichischen Handball betrifft, war dies zuletzt nur den Nationalspielern bei der Weltmeisterschaft in Schweden vergönnt.

Auf Klubebene verpasste der österreichische Meister (in diesem Fall Bregenz) in den letzten beiden Jahren jeweils die Qualifikation zur Champions-League-Gruppenphase und somit die Chance, sich mit den besten Mannschaften der Welt zu messen.

Kein Wunschgegner

In diesem Jahr geht der frischgebackene Meister Fivers ins Rennen um einen Startplatz in der Königsklasse.

Doch die Auslosung, die am Montag in Wien über die Bühne ging, meinte es alles andere als gut mit der Mannschaft von Trainer Peter Eckl.

Die Margaretner treffen im Qualifikationsturnier im Halbfinale auf Dinamo Minsk.

Die Weißrussen standen schon im letzten Jahr in der Gruppenphase und konnten immerhin drei ihrer zehn Spiele gewinnen.

So setzte man sich im zweiten Gruppenspiel gegen Pick Szeged (HUN) zu Hause mit 33:29 durch und ließ fünf Runden später einen Auswärtserfolg beim Schweizer Meister Kadetten Schaffhausen folgen.

Remis gegen Medvedi

Zwei Runden vor Schluss zwang Minsk den dänischen Vertreter AaB Handball mit 33:31 in die Knie.

Den wohl größten Erfolg feierten die Osteuropäer am letzten Spieltag als dem Starensemble Chekhovskie Medvedi in Russland ein 28:28-Unetschieden abgerungen wurde.

„Von Minsk wissen wir noch recht wenig. Ich habe aber gehört, dass es sich um eine junge, starke Mannschaft handeln soll“, erklärt Fivers-Manager Thomas Menzl direkt nach der Auslosung.

Sollten die Fivers diese schwere Hürde nehmen, wartet der nächste große Brocken auf die Mannschaft aus Margareten.

Der Sieger aus dem Duell IK Sävehof gegen Besiktas Istanbul wäre im finalen Spiel um den Einzug in die Champions League der Gegner des österreichischen Meisters.

Schwedischer Meister als Favorit

Die Favoritenrolle in diesem Halbfinale haben klar die Schweden inne, waren sie im letzten Jahr doch ebenfalls Teilnehmer an der Gruppenphase der Königsklasse.

Die Türken hingegen scheiterten in Bregenz in der Qualifikation und wurden am Ende Gruppenletzter.

Der schwedische  Meister konnte in der vergangenen Champions-League-Saison zwar nur einen Sieg und ein Unentschieden (jeweils gegen Presov) erreichen, hatte aber eine schwere Gruppe zu meistern.

So waren die Gegner der Skandinavier keine Geringeren als der HSV, Veszprem, Montpellier, Kolding und der schon erwähnte slowakische Meister Presov, die im Vorfeld Bregenz aus dem Weg geräumt hatten.

Austragungsort Hollgasse?

Zum Vorteil für die Wiener könnte aber der Heimvorteil gereichen.

Das Turnier findet am 3. und 4. September statt und das Austragungsrecht liegt derzeit bei Besiktas.

Allerdings zeigten die Türken wie schon im Vorjahr kein großes Interesse, das Turnier in die Türkei zu holen. Sollte Istanbul das Heimrecht, welches mit einigen Kosten verbunden ist, abgeben, würde das Privileg auf Sävehof übergehen.

Doch auch die Schweden scheinen sich nicht um die Austragung zu reißen, was die Fivers auf den Plan bringt.

"Besiktas und Sävehof haben sich nicht wahnsinnig begeistert gezeigt. Wenn wir die Chance bekommen, werden wir sie aller Voraussicht nach wahrnehmen", signalisiert Manager Menzl  Bereitschaft, das Turnier zu veranstalten.

Selbstredend wäre der Heimvorteil noch keine Garantie für die erfolgreiche Qualifikation. Mit den zahlreichen Fans im Rücken wären die Chancen für die Fivers jedoch ungleich höher, dass sie sich in der kommenden Saison doch mit den besten Vereinen der Welt messen könnten.

Sebastian Rauch

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