ÖHB-Team in der EM-Quali gegen Spanien Außenseiter

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In der Qualifikation für die Europameisterschaft in Polen im Jänner hat Österreich am Mittwoch um 20.20 Uhr in der Innsbrucker Olympiahalle Spanien zu Gast.

ÖHB-Teamchef Patrekur Johannesson muss dabei gleich vier Mannschaftsstützen vorgeben. Zum Abschluss in der Quali-Gruppe F spielt Österreich am Sonntag (15.15 Uhr) in Kiel gegen Deutschland.

Österreich steht unter Zugzwang. Auch wenn die beiden Spiele gegen Finnland gewonnen wurden, beträgt der Rückstand auf die Spitze in Gruppe F mit Spanien und Deutschland zwei Punkte.

Sollte das Spitzenduo seine Spiele gewinnen, kann sich die rot-weiß-rote Auswahl trotzdem wohl nur noch als bester Dritte der sieben Qualifikationsgruppen für die Europameisterschaft qualifizieren.

"Keine Lust zu Weinen"

Neben Torhüter Nikola Marinovic, Fabian Posch und Max Hermann musste mit Viktor Szilagyi auch der Kapitän verletzungsbedingt absagen. Dem Routinier und Superstar ist dadurch ein Jubiläum versagt.

Szilagyi hätte am Sonntag in Kiel sein 200. Länderspiel für Österreich bestritten. Statt des Verletzten-Quartetts nominierte der Teamchef Wilhelm Jelinek, Christian Pilipovic,Boris Zivkovic und Gerald Zeiner in den 18-Mann-Kader.

"Ich könnte jetzt hundert Ausreden finden, aber ich habe keine Lust zum Weinen", sagte Johannesson am Montag auf einer Pressekonferenz in Innsbruck. "Wir haben noch genügend Zeit, damit die jungen und neuen Spieler im Training das System lernen. Ich habe immer noch genügend gute Spieler. Auch Routine ist noch genügend vorhanden, auch wenn einige ihr Debüt im Nationalteam feiern werden."

"Toll, das Talente nachkommen"

Mit dem Teamchef einer Meinung ist auch Routinier Robert Weber, der sich als Magdeburg-Spieler gerade zum Torschützenkönig in Deutschland gekürt hat: "Herumweinen bringt jetzt nichts. Die Jungen sind wertvoll und können jetzt ihre Chance nützen. Es ist doch toll, dass in Österreich Talente nachkommen." Die Integration der Neulinge im Training funktioniere bereits.

Der ÖHB-Teamchef fordert von seiner Mannschaft am Mittwoch und am Sonntag Selbstvertrauen, Mut und Qualität. Johannesson hofft, dass seine Spieler im Angriff weniger technische Fehler machen als zuletzt ("am besten wäre eine Quote unter zehn") und in der Abwehr konsequent Eins zu Eins spielen. Im Training übte Johannesson bereits drei verschiedene Varianten.

Trotzdem ist Österreich gegen Spanien Außenseiter. "Wir sind der Underdog, wollen aber das Gegenteil beweisen", kündigte Weber an. Auch der Teamchef freut sich auf das Spiel in der Olympiahalle, die mit 8.000 Zuschauern ausverkauft sein soll. "Mir persönlich macht so ein Spiel gegen Topnationen mehr Spaß. Ich bin bereit."

Who-is-Who des europäischen Handballs

Das Hinspiel in Spanien hat Österreich mit minus elf verloren. "Das war eine komische Partie", erinnert sich Johannesson. "Wir haben lange mitgehalten, in der zweiten Hälfte aber die Disziplin verloren. Das Ergebnis war zu hoch." Auch in Innsbruck gilt Spanien als eine der stärksten Nationen der Welt als Favorit. Die Iberer haben mit Viktor Tomas, Raul Entrerrios, Daniel Sarmiento, Viran Morros de Argila und Gonzalo Perez de Vargas fünf Champions-League-Sieger 2015 im Kader.

Dazu kommen Superstars wie Arpad Sterbik, Jorge Maqueda, Julen Aguinagalde und Joan Canellas. Teamchef Johannesson: "Spanien hat mit Sterbik einen Weltklasse Torwart, sie sind auf allen Positionen doppelt gut besetzt. Aber wir werden kämpfen und haben das Publikum hinter uns."

Um möglichst viele Fans in die Halle zu bekommen und im Sinne eines "grünen Spiels" startete der ÖHB in Zusammenarbeit mit Altstoff Recycling Austria (ARA) die Aktion "Reinwerfen statt Wegwerfen". Jeder Besucher, der mit fünf leeren Pet-Flaschen, die vor Ort professionell entsorgt werden, kommt, erhält ein Gratisticket.

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