Sie haben es selbst in der Hand

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ÖHB-Team hat es in der eigenen Hand

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Die Qualifikationschancen der österreichischen Handball-Männer für die Europameisterschaft in Dänemark 2014 stehen denkbar gut.

Mit einem Sieg im Auswärtsspiel in Bosnien könnte die Truppe von Patrekur Johannesson schon am Donnerstag (17.00 Uhr) die Fahrkarte zur Endrunde im kommenden Jänner lösen.

Die Anreise nach Sarajevo erfolgt bereits am Dienstag, um sich bestens vor Ort vorbereiten zu können.

Mittwochabend ist Rechenabend

Spannend wird es für die Österreicher aber schon am Mittwoch.

Da empfängt Tabellenführer Russland die Serben, bei einem Heimsieg würde Rot-Weiß-Rot ein Erfolg beim Schlusslicht in Bosnien reichen.

Punktet Serbien aber auswärts, muss neben dem Gewinn in Bosnien wohl auch im abschließenden Heimspiel gegen die Russen am Sonntag (19.15) in der Innsbrucker Wasserkraft Arena - 2.700 von 3.500 Tickets sind bereits abgesetzt - ein Erfolg her.

Denn Serbien ist mit 5 Zählern punktegleich, hat aber im direkten Vergleich das Nachsehen. Selbst Russland (6) könnte theoretisch noch auf Rang drei zurückfallen. Die Top zwei sowie der beste der sieben Gruppendritten fahren zur EM.

Keine leichte Aufgabe

Dass das punktlose Bosnien keinerlei Chancen mehr hat, lässt Johannesson kalt.

"Klar könnte ein Sieg reichen, jeder Spieler weiß das. Aber wir konzentrieren uns voll auf uns", meinte er. "So dumm bin ich nicht, zu denken, die kommen locker und nehmen das nicht ernst. Da sind viele Junge dabei, die wollen sich vor Heimpublikum präsentieren."

Tormann Thomas Bauer jedenfalls möchte "möglichst schnell den Deckel draufmachen. Wir wollen in Bosnien ohne Wenn und Aber gewinnen."

Oft beobachtet

Im Heim-Hinspiel im November des Vorjahres diktierte Österreich beim 35:24 das Geschehen nach Belieben, überrollte die Gäste gerade zu Beginn. Vergleiche seien aber nicht statthaft.

"Das war eine andere Mannschaft, sie haben seitdem einiges geändert. Sie haben gegen Russland auswärts nur mit zwei Toren verloren und die vergangenen zwei Partien nicht so schlecht gespielt", beschrieb Johannesson den Gegner, eine Mischung aus in Polen, Spanien und Frankreich engagierten Legionären und zahlreichen jungen Akteuren.

Mit breiter Brust

In erster Linie soll jedoch die Stärke der eigenen Mannschaft entscheiden, der Isländer glaubt an die Qualität seiner rot-weiß-roten Truppe:

"Wenn wir mental stark genug sind, bestehen wir auch diese 60 Minuten und gewinnen das Spiel", sagte Johannesson am Montag bei einer Pressekonferenz in Bad Tatzmannsdorf.

"Ich habe eine sehr gute Mannschaft, die auch gegen Weltklasseteams bestehen kann, wie sie zuletzt gegen die Serben unter Beweis gestellt hat.“

Weber kämpft mich Hochwasser

Österreich rückt mit sieben Deutschland-Legionären um Kapitän Viktor Szilagyi an, sie stießen erst am Sonntagabend nach Abschluss der letzten Meisterschaftsrunden in 1. und 2. Liga zum Rest.

Zwei Spieler des 20-Mann-Kaders werden vor der Abreise noch gestrichen. Nicht um seinen Platz bangen muss Robert Weber, der erst am Montag in Bad Tatzmannsdorf eintraf.

Der Magdeburg-Legionär, dessen letztes Ligaheimspiel am Samstag wegen der prekären Hochwassersituation abgesagt worden war, hatte alle Hände voll zu tun. "Seine Wohnung liegt nicht weit von der Elbe, da muss er viel machen", erklärte Johannesson.

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