ÖHB-Damen als Außenseiter in die EM-Qualifikation

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Erstmals seit 2008 wollen Österreichs Handball-Frauen wieder an einer EM-Endrunde teilnehmen. Zum Auftakt der Qualifikation wartet am Mittwoch in Santiago de Compostela (20:30 Uhr) mit Spanien ein schier übermächtiger Gegner.

Im Heimspiel am Sonntag gegen die Niederlande (18:15 Uhr) hofft Österreichs Team aber auf den ersten Punktgewinn. Die EM-Endrunde 2016 steigt in Schweden.

Platz drei als Ziel

Seit 2009 bei der WM in China gelang Österreichs Frauen-Handball keine Qualifikation für eine EM- oder WM-Endrunde, mehrmals musste man sich teilweise nur knapp (2014 im letzten Gruppenspiel) in der Qualifikation geschlagen geben.

Die Rollen sind auch diesmal klar verteilt, Österreich geht als Außenseiter ins Rennen. "Aber zuhause, mit der Euphorie und dem Publikum, haben wir schon mehrfach bewiesen, dass wir mit den Stärksten mithalten können", sagte Langzeit-Teamchef Herbert Müller, der das Team seit 2004 betreut.

Platz drei in der Gruppe mit Spanien, Niederlande und Bulgarien lautet das erklärte Ziel. "Durch den Modus, dass der beste Drittplatzierte sich qualifiziert, haben wir unsere Chancen", meinte Müller.

Auftakt gegen den Vize-Europameister

Gleich zu Beginn wartet mit Spanien der EM-Zweite von 2014 und Gruppenfavorit. Um eine optimale Vorbereitung für den Auftakt zu garantieren, weilt das Team bereits seit Sonntag in Galicien. "Gegen Spanien wären wir selbst in Bestbesetzung Außenseiter", gab sich Müller aber realistisch.

Nach vielen verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen im Trainingslehrgang zuletzt - unter anderem fehlten die Teamstützen Katrin Engel, Beate Scheffknecht und Altina Berisha - wurde zumindest Erstgenannte wieder fit.

Auch Sonja Frey, deren Einsatz bis zuletzt aufgrund einer Operation an beiden Beinen fraglich war, ist mit dabei. Für den von Teamchef Müller trainierten Thüringer HC warf die 22-jährige Flügelspielerin bereits wieder ihre ersten Tore.

Für das Heimspiel gegen die Niederlande am Sonntag in der Südstadt rechnet sich Müller einiges aus. Die Niederländerinnen würden zwar in absoluter Bestbesetzung und daher als Favoritinnen anreisen, aber:

"Wir haben uns einiges überlegt, um unsere Gegner zu überraschen", verriet der deutsche Trainer und definierte zwei Punkte aus den ersten beiden Partien als Ziel. "Unsere Chance ist da", meinte Müller.

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