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Szilagyi: "Muss nicht operiert werden"

ÖHB-Teamchef Patrekur Johannesson bittet kommende Woche in Steinbrunn das Handball-Nationalteam zum ersten Trainingslehrgang seiner Amtszeit.

Nicht mit dabei wird der Kopf der Mannschaft, Viktor Szilagyi, sein.

Der Flensburg-Legionär, der am Freitag seinen 33. Geburtstag feiert, schuftet derzeit in der Therapie an seinem Comeback. Ein Innenbandriss im rechten Ellbogen hatte ihn außer Gefecht gesetzt.

Im Interview spricht der Mittespieler über die nicht vorhandene Notwendigkeit einer Operation und über seine Ausfallzeit:

Frage: Wie geht es dir, zwei Wochen nach der Diagnose?

Viktor Szilagyi: Es geht mir soweit bis auf den Arm recht gut. Fest steht, dass wir nicht operieren müssen, sondern es mit der konservativen Behandlung versuchen. In zwei Wochen, nach der MRT-Untersuchung, wissen wir mehr, wie der weitere Heilungsprozess verlaufen kann.

Frage: Was kannst du mit dem Arm im Moment machen?

Szilagyi: Ziemlich wenig. Der Arm ist in einer abnehmbaren Gipsschiene ruhiggestellt: im Alltag in einer, in der das Handgelenk frei ist. Im Training in einer, die vom Handgelenk bis zur Schulter geht. Ich bin täglich in Therapie, in der wir im Moment den Ellenbogen noch weitgehend schonen, aber durchbewegen, damit die Beweglichkeit vorhanden bleibt. Aber natürlich merkt man den Muskelschwund.

Frage: Trainierst du schon wieder?

Szilagyi: Ja, ich mache das Training - bis auf den Ball - mit der Mannschaft mit. Im Training habe ich eine spezielle Gipsschiene, um den Arm weiter ruhig stellen zu können - eine unangenehme Situation, aber da muss ich durch. Zusätzlich versuche ich, in Laufeinheiten oder zusätzlichen Trainings in der Kraftkammer, den restlichen Körper fitzuhalten.

Frage: Gibt es eine Prognose der Ärzte, wie lange es bis zu deinem Comeback dauern könnte?

Szilagyi: Es ist schwierig, schon jetzt eine Prognose abzugeben. Es ist eine relativ seltene Verletzung, zudem muss man das MRT in zwei Wochen abwarten, dann wissen wir mehr. Aber von jetzt an muss ich zumindest noch vier bis sechs Wochen warten.

Frage: Du wirst beim kommenden Trainingslehrgang nicht dabei sein.

Szilagyi: Nein, leider, aber das würde keinen Sinn machen, ich bin in meiner Beweglichkeit stark eingeschränkt. Aber ich bin mit Patti (Johannesson; Anm.) in ständigem Kontakt, werde auch vor dem Lehrgang noch mit ihm telefonieren.

Frage: Wird es sich bis zum nächsten Lehrgang Anfang November in Polen ausgehen?

Szilagyi: Ich hoffe es sehr, aber im Vordergrund steht jetzt erstmal, wieder 100-prozentig fit zu werden.

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