Noch lange kein Greis am Kreis

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Fölser: "Es war der richtige Zeitpunkt"

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Eine Transfermeldung wie eine Bombe:

Patrick Fölser wechselt zu West Wien.

Doch damit nicht genug lotst der HLA-Nachzügler wenig später mit Konrad Wilczynski noch einen zweiten Nationalteam-Star aus Deutschland zurück nach Österreich.

Noch nicht genug

Mit 34 Jahren zählt sich Fölser noch lange nicht zum alten Eisen. Das will er kommende Saison in heimischen Hallen unter Beweis stellen.

Im Interview mit LAOLA1 klärt der gebürtige Linzer über die Hintergründe des Sensationswechsels auf und spricht über andere Angebote sowie sein nahendes Karriereende.

LAOLA1: Zuerst du, dann Konrad Wilczynski – entsteht bei West Wien ein neues Dream-Team?

Patrick Fölser: Das kann man noch nicht sagen, aber der Verein hat sich gedacht, er holt zwei Gallionsfiguren zurück nach Österreich. „Conny“ wird auch ins Marketing und Management einsteigen. Ich bin gespannt, denn ich denke, in Wien ist sehr viel möglich, nachdem die letzten Jahre nicht so gelaufen sind, wie sich das der Verein vorgestellt hat. Jetzt hoffe ich, dass wir in den nächsten drei Jahren etwas aufbauen können und ich freue mich auf die neue Aufgabe.

LAOLA1: Lokalrivale Fivers hat erstmals den Meister-Pokal gestemmt. Werdet ihr ihnen Paroli bieten können?

Fölser: Das kann ich noch nicht sagen, da ich noch nicht weiß, wie die Mannschaft aussehen wird. Da wird noch fest herum gebastelt und wir werden beim Saisonstart sehen, wer da ist. Wir werden versuchen, vom Aufstiegs-Playoff ins obere Playoff zu kommen und früher oder später auch oben anzugreifen.

LAOLA1: Es heißt, dir wären finanziell bessere Angebote vorgelegen. Was hat letztendlich den Ausschlag für West Wien gegeben?

Fölser: Wien ist eine reizvolle Stadt. Ein große Stadt, die mir auch für die Zukunft berufliche Perspektiven bietet. Ich möchte neben dem Handball jetzt schon im kleineren Maße ins Berufsleben einsteigen. Handball soll aber zunächst noch Priorität haben. Da habe ich in Wien nun mal die besten Chancen.

LAOLA1: Wie du bereits angesprochen hast, wird „Conny“ auch im Management tätig sein. Hast du auch eine Extrafunktion?

Fölser (grinst): Nein, ich bin nur als Spieler hier. Wir kommen sicher auch nicht hierher und sagen, wir sind die Heilsbringer und wissen alles. Das ist eine neue Aufgabe und eine neue Mannschaf, die nur als solche funktionieren kann. Wir werden versuchen, den sportlichen Erfolg des Vereins weiter nach vorne zu bringen.

LAOLA1: Du hast für eine sehr lange Zeit in Deutschland gespielt, warst bei Düsseldorf zuletzt sogar Kapitän. Ist dir der Abschied schwer gefallen?

Fölser: Ich war elf Jahre in Deutschland und am Anfang ist es mir schwer gefallen, daran zu denken, dass ich Deutschland verlasse. Mittlerweile hat schon der Umzug begonnen und ich freue mich auf den Trainingsstart und die neue Stadt. Es ist eine große Chance, hier etwas zu bewegen. Zum Beispiel müssen wir mit neuen Strategien und sportlicher Leistung versuchen, die Leute wieder in die Halle zu bringen.

LAOLA1: Du bist nicht mehr der Jüngste. Hat bei deinem Abschied aus Deutschland auch die nachlassende Physis eine Rolle gespielt?

Fölser: Ich hatte auch Angebote aus Deutschland, aber was ist danach? Dann spiele ich noch zwei Jahre und stehe wieder vor der selben Entscheidung und mit 36, 37 nach Österreich zu gehen, wäre vielleicht schon zu spät. Ich wollte schon noch zu einem Zeitpunkt in die HLA wechseln, wo ich noch körperlich fit bin und der Mannschaft helfen kann. Es war der richtige Zeitpunkt. Das muss sich zwar noch weisen, aber ich stehe zu meiner Entscheidung. Ab dem ersten Trainingstag werde ich mich voll einsetzen.

LAOLA1: Ist nach deinem Vertragsende bei West Wien endgültig Schluss?

Fölser: Sag niemals nie. Ich hab jetzt drei Jahre Vertrag und dann wird das Ende winken. Aber vielleicht werde ich dann noch eine andere Funktion übernehmen. Das kann ich jetzt aber noch nicht sagen. Das sind jetzt drei Jahre und dann schauen wir weiter.

Das Interview führte Reinhold Pühringer

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