Die Tiroler HIT-Parade

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LAOLA1 stellt HLA-Finalist HIT Tirol vor

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Das Leben ist ein HIT. Zumindest für die Spieler des Innsbrucker Handball-Vereins HIT Tirol.

Allen Experten-Meinungen zum Trotz steht die Mannschaft von Trainer Stefan Öhler im Finale der Handball Liga Austria.

Nach dem Grunddurchgang  als Sechster gerade noch so in das Meisterplayoff gerutscht, profitierten die „Wölfe“ im Anschluss von den Leistungsabfällen der Konkurrenten im Kampf um einen Halbfinal-Platz Linz und Bregenz.

Die direkten Duelle in der heimischen Hötting West gegen die Oberösterreicher und Vorarlberger wurden gewonnen und auch in den Auswärtsspielen konnten die Innsbrucker punkten.

Am vorletzten Spieltag wurden die Linzer erstmals von Platz vier verdrängt und somit aus Sicht der Tiroler der Grundstein für das Semifinale gelegt.

Erste Finalteilnahme

Dort wartete mit dem UHK Krems der Dominator der bisherigen Saison und nur die Wenigsten hätten den Außenseitern den Einzug ins Endspiel zugetraut. Doch die Mannschaft um Jung-Nationalspieler Maximilian Hermann bewies Zweiflern das Gegenteil und rang die Niederösterreicher in drei Spielen nieder.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins steht das Team im Finale der Handball Liga Austria. Mit einem Sieg könnten sich die Innsbrucker als erste Tiroler Mannschaft die HLA-Krone aufsetzen.

Doch wer sind die Protagonisten des Erfolgs. LAOLA1 stellt die erste Sieben vor.

Torhüter

Michael Kalischnig – Die Brüder Martin und Michael Kalischning bilden das etatmäßige Torhüter-Gespann bei den Tirolern. Ersterer ist der Ältere und auch die eigentlich Nummer eins im Kasten der Wölfe. Im zweiten Halbfinalspiel gegen Krems zog sich der Schlussmann jedoch bei einem Zusammenprall mit Tobias Schopf einen fünffachen Jochbeinbruch zu und konnte fortan nicht mehr mitwirken. Bruder Michael sprang in die Bresche und machte seine Sache im Entscheidungsspiel gegen die Niederösterreicher gut. Trotz seiner Größe von 193 cm ist der 23-Jährige sehr beweglich, gehört aber definitiv nicht zu den besten HLA-Keepern.

Flügel rechts

Andrius Rackauskas – Der Litauer ist ein sehr erfahrener Mann und kann sowohl am Flügel als auch im rechten Rückraum eingesetzt werden. Durch die Verpflichtung von Maximilian Hermann rutschte er vermehrt nach außen und überzeugte dort durch viel Routine und starke Wurfvarianten. Der 32-jährige Linkshänder ist vor dem Tor sehr ruhig und abgezockt, selten lässt Rackauskas eine Großchance ungenützt. Im Rückraum bildet er als schneller und wendiger Spieler mit starkem Stemmwurf ein gutes Pendant zu Hermann. Nach der Saison wird er seine Zelte in Innsbruck abbrechen und bei West Wien anheuern.

Rückraum rechts

Maximilian Hermann – Der Linkshänder ist wohl den meisten Handballfans in der Alpenrepublik ein Begriff. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Alexander, der noch in Linz spielt, gehört der 20-Jährige zu den größten Rückraumtalenten in Österreich und hat auch schon im Nationalteam sein Können bewiesen. Der 195-Meter-Hüne zeigt trotz seines jungen Alters kaum Nervosität und sorgt gemeinsam mit Povilas Babarskas für die Tore aus dem Rückraum. Neben einem starken linken Arm, liegen die Stärken des gebürtigen Linzers aufgrund seiner Physis in der zweiten Welle und im Eins-gegen-Eins. Ist er im Laufen, ist er nur schwer zu stoppen.

Rückraum Mitte

Klemens Kainmüller – Der Denker und Lenker im Spiel der „Wölfe“. Mit 32 Jahren der älteste Spieler im Kader bringt er die nötige Routine in den jungen Rückraum. Nach wie vor ist der ehemalige Deutschland-Legionär sehr schnell auf den Beinen und reißt wichtige Lücken für seine Shooter, die er immer wieder gekonnt in Szene setzt. Im dritten Spiel gegen Krems übernahm er viel Verantwortung und zeigte mit sechs Treffern seine Torgefährlichkeit. Der ehemalige Nationalspieler stellt durch seine Art zu spielen eine gute Ergänzung zu den Werfern im Rückraum dar und harmoniert prächtig mit seinem Kreisspieler.

Rückraum links

Povilas Babarskas – Der Litauer ist der klassische Rückraum-Shooter der aus neun Metern für Gefahr sorgt. Mit seinem knallharten Wurf lehrte er den Abwehrreihen der HLA das Fürchten. Neben dieser Qualität hat er ein gutes Auge für seinen besser positionierten Mitspieler. Mit seinen gerade Mal 23 Jahren hat auch er seine besten Jahre noch vor sich. Seine Qualität ist auch bei der Konkurrenz nicht unentdeckt geblieben. In der kommenden Saison wird „Paul“, wie er in Österreich genannt werden will, zu Rekordmeister Bregenz wechseln.

Flügel links

Pius Steiger – Auf dem linken Flügel verfügen die Tiroler über zwei Optionen. Im Prinzip ist Steiger in der Startformation gesetzt. Der 24-Jährige ist ein solider Flügel, der ohne Schnörkel sein Spiel macht. Backup Christoph Walter nimmt aber dennoch eine sehr wichtige Rolle im Team von Stefan Öhler ein. Der Links-Außen kommt hauptsächlich für die Siebenmeter aufs Feld und zeigte in der Halbfinalserie seine Sicherheit vom Punkt. Kein Fehlversuch bei 19 Versuchen in den drei Spielen gegen Krems sind ein imposanter Wert.

Kreis

Dragoljub Perovic – Der Bulle am Kreis ist mit einer Körpergröße von 1,90-Metern zwar nicht der größte Kreisläufer, bringt aber solide 100 Kilo auf die Waage. Vor allem im Zusammenspiel mit dem Rückraum ist der Serbe eine Waffe. Seine Stärke ist aber definitiv seine kämpferische Einstellung, mit der er die Abwehr 60 Minuten beschäftigt und für die Schützen aus dem Rückraum wichtige Räume schafft.

Stärken: Die Tiroler verfügen über einen sehr starken Rückraum, der sehr gut mit dem Kreisspieler harmoniert. Das Spiel der "Wölfe" ist sehr schwer auszurechnen, da die Aufbaureihe sowohl aus der Distanz werfen kann als auch mit schönen Kombinationen zu überzeugen weiß.

Schwächen: Die Deckung ist die Schwachstelle der Innsbrucker. Meist spielt die Öhler-Sieben ein 3-2-1, weil für eine 6-0-Deckung das Personal fehlt. Diese Aufstellung ist natürlich sehr kräftezehrend und auf der Bank sitzen kaum gleichwertige Alternativen zur ersten Sieben.

Sebastian Rauch

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