Rekordmeister steht vor dem Aus

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Schickt Krems den Rekordmeister in den Urlaub?

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Der Rekordmeister steht mit dem Rücken zur Wand. Eine Niederlage trennt Bregenz Handball noch vor dem vorzeitigen Saisonaus.

Nach der 26:27-Hindpiel-Niederlage der Vorarlberger vor heimischer Kulisse gegen den UHK Krems, können die Niederösterreicher am Montag in eigener Halle den Sack zumachen und den Einzug ins Halbfinale fixieren.

„Keiner will, dass ein Auswärtsspiel in Krems unser letztes Spiel ist. Die Mannschaft muss einfach zeigen, dass es weitergehen soll und das sollte genug Motivation sein. Alle müssen einfach ihr Bestes geben“, appelliert Sportdirektor Roland Frühstück an seine Mannschaft.

Geduld im Angriff fehlte

Im Hinspiel scheiterten die Bregenzer neben der guten Defensive der Kremser vor allem an der eigenen Geduld. Zu viele Bälle wurden leichtfertig weggeworfen anstatt ruhig und diszipliniert die Angriffe zu Ende zu spielen. Die Abschlüsse wurden teilweise ohne richtige Vorbereitung gesucht.

Daher konnte sich vor allem Krems-Keeper Michael Shejbal immer wieder auszeichnen und wichtige Bälle entschärfen.

Aufbauspieler in den Griff bekommen

Neben der mangelnden Disziplin im Angriff haderte Bregenz-Trainer Geir Sveinsson nach dem Spiel auch mit der Leistung der Schiedsrichter. „Die Schiedsrichter waren schlecht“, so der Isländer, der aber auch hinzufügte, dass man das Spiel aufgrund eigener Fehler verloren habe.

Die Kremser hingegen zeigten sich mit ihrer Leistung nach dem Auswärtssieg zufrieden, auch wenn es gegen Ende nochmals unnötig spannend wurde.

„Leider ist es uns nicht ganz gelungen die wurfgewaltigen Aufbauspieler der Bregenzer ganz auszuschalten, hier gibt es sicher noch Verbesserungspotenzial für das Rückspiel. Bis auf die letzten drei Minuten können wir aber im Großen und Ganzen mit unserer Leistung als Mannschaft zufrieden sein“, sagte Tobias Schopf, der sein Team in Abwesenheit von Georg Chalupa als Kapitän aufs Feld führte.

Torhüter im Fokus

Die Marschroute der Kremser für das Rückspiel am Montag ist jedenfalls klar.

„Der Sieg wird wieder über eine gute und aggressive Deckung führen. Die Bregenzer werden uns nichts schenken und wollen sicher mit aller Kraft ein drittes Spiel erzwingen“, so der Flügelspieler, der auch die Goalies in der Pflicht sieht.

 „Der Ausgang des Spiels wird sicherlich wieder auch von der Leistung der beiden Torhüter abhängen, die beide ein gutes Spiel in Bregenz gemacht haben“, sagte der Kapitän, der zusätzlich vor der zweiten Welle der Bregenzer warnt.

In den anderen drei Viertelfinale-Duellen sind die Favoriten, die nun allesamt auswärts antreten müssen, auf Kurs. Sowohl Meister Hard (gegen HC Linz) als auch Vizemeister Fivers (gegen Schwaz) und Westwien (gegen Leoben) erfüllten in den Heimspielen ihre Pflicht und können ihren Platz im Halbfinale bereits am Montag auswärts fixieren.

Sebastian Rauch

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