Fivers mit breiter Brust nach Hard

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Titelverteidiger HC Hard und Herausforderer Fivers WAT Margareten kämpfen ab Samstag im "best-of-three"-Finale um den Titel in der Handball-Liga-Austria (HLA).

Für die Harder geht es nach 2003 und 2012 um Meisterschaft Nummer drei, für die Fivers wäre es das zweite Meisterstück nach 2011.

Eckl wie immer selbstbewusst

Größter Pluspunkt der Vorarlberger könnte der Heimvorteil in einem eventuellen Spiel drei vor 2.500 Fans in ihrer Festung "Sporthalle am See" sein. Doch die Wiener strotzen vor Selbstvertrauen, wie Coach Peter Eckl bestätigte: "Das werden packende Duelle. Aber wir sind fest davon überzeugt, dass wir die beste Mannschaft Österreichs sind."

Bereits zu Saisonbeginn hatten die Fivers wenig bescheiden das Double als hochgestecktes Saisonziel ausgegeben.

Und bisher ist man auch auf Kurs, denn im Cupfinale deklassierten die Wiener ausgerechnet die Harder 29:20. Einzig Platz eins im Meister-Playoff haben die Fivers den "Roten Teufeln" überlassen müssen, damit braucht man nun zum Titelgewinn mindestens einen Auswärtserfolg im Ländle.

Mit breiter Brust nach Hard

"Ich sehe gute Chancen, dass wir in Hard siegen. Und dann ist uns der Titel nicht mehr zu nehmen", stellte Eckl klar.

"Wir sind taktisch, körperlich und spielerisch gut drauf. Ich sehe also keinen Grund, warum wir uns nicht auf dieses Finale freuen sollten. Wir fahren mit viel Zuversicht nach Hard", meinte der Fivers-Coach.

"Das erste Spiel ist aus psychologischen Gründen immer besonders wichtig. Wir müssen vorlegen, das ist uns klar", weiß Hard-Trainer Markus Burger, der die Euphorie der Fivers zu gerne mit einem Auftakterfolg dämpfen würde.

Burger ist vom Heimvorteil für seine Truppe überzeugt: "Jeder weiß, dass man als Gast in unserer Halle nicht leicht gewinnt. Das Publikum peitscht uns nach vorne und pusht uns in den schwierigen Momenten."

Defensive als Trumpf

Burger glaubt, dass beide Mannschaften "auf der gleichen Stufe stehen", Kleinigkeiten und die Tagesverfassung würden den Ausschlag geben. Das Nervenkostüm seiner Truppe werde auf jeden Fall halten.

"Der Druck in einem Finale ist natürlich besonders groß. Aber wir haben schon oft bewiesen, dass wir damit zurecht kommen. Die Spieler sind reif."

Entscheidend ist für Burger - wie schon in der Finalserie 2012 gegen Innsbruck - die Defensivarbeit seiner Truppe.

"Die Abwehr muss stehen, der Tormann muss gut sein, die dummen Tore müssen vermieden werden", weiß Burger, der sich sicher ist: "Die Fivers haben Respekt vor unserer Defensive, das weiß ich."

Ausgeglichene Bilanz

Wie ausgeglichen die Ausgangslage ist, beweist auch ein Blick auf die bisherigen Saisonduelle der beiden Finalisten - beide Teams siegten jeweils dreimal.

In der HLA gewann Hard seine Heimpartien 32:29 und 29:27, die Fivers siegten daheim 30:21 und 29:23. Zweimal traf man auf neutralem Boden aufeinander, im Supercup-Match in Hollabrunn setzten sich die Vorarlberger 28:27 durch und im Cup-Endspiel in Krems triumphierten die Wiener.

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