Showdown ums HLA-Finale

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Hard empfängt die Fivers zum HLA-Showdown

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Die Fans erwarten einen regelrechten Showdown.

Am Montag (20:20 Uhr) steigt in Hard das dritte Spiel der Halbfinal-Serie zwischen dem amtierenden Meister Fivers und den Gastgebern aus Vorarlberg.

Das erste Duell in der Marktgemeinde am Bodensee endete nach zwei Verlängerungen mit einem Tor in der letzten Sekunde durch Bernd Friede zu Gunsten der „Roten Teufel“. Die Wiener hatten ihrerseits in der Hollgasse die perfekte Antwort parat und fertigten die Gäste 29:22 ab.

"Zu Beginn war jeder Harder Wurf ein Tor, daher sind wir schwer ins Spiel gekommen. Aber über die Deckung haben wir uns gesteigert, letztlich war der Sieg auch in der Höhe verdient", resümierte Fivers-Coach Peter Eckl nach der Partie.

Duelle waren stets knapp

Es war die erste Begegnung in der laufenden HLA-Saison, die mit mehr als einem Tor Unterschied gewonnen wurde. Im Grunddurchgang holten die Wiener in der Sporthalle am See mit einem 27:27 ein Remis, das Spiel in Wien ging mit 29:28 an die Gastgeber. Im Meister-Playoff setzten sich jeweils die Heimteams durch. Hard siegte zu Hause 27:26, die Margaretner hatten mit 31:30 das bessere Ende für sich.

Bereits im letzten Jahr lieferten sich die beiden Kontrahenten im Halbfinale einen knappen Schlagabtausch. Über drei Spiele setze sich der spätere Meister zwar durch, mit 25:23 und 26:24 waren aber auch diese Spiele sehr knapp. Die Vorarlberger konnten damals ihr Spiel nur mit 25:24 gewinnen.

Somit erwartet die Fans in Hard ein Duell auf Augenhöhe, die Tagesform wird wohl darüber entscheiden, wer am Ende die Nase vorne haben wird.

Burger mobilisiert die Konkurrenz

Hard-Trainer Markus Burger setzt dabei auf den Heimvorteil, den sich die „Roten Teufel“ durch die bessere Platzierung im Meisterplayoff erkämpft haben. Um die bestmögliche Unterstützung zu gewährleisten, appelliert der ehemalige St.-Gallen-Coach sogar an die Fans des Lokalrivalen Bregenz.

„Wir werden um jeden Ball und jeden Zentimeter Boden kämpfen, um das Finale zu erreichen. Und dazu brauchen wir alle Harder und Vorarlberger Handballfans“, möchte der ehemalige Bregenz-Co-Trainer die Anhänger seiner Ex-Mannschaft nach Hard locken.

Der amtierende Meister weiß um die gute Stimmung in Hard, sieht den größeren Druck aufgrund des Heimrechts aber auch bei den Vorarlbergern.

Hard wird alles mobilisieren, das ist ihr gutes Recht", weiß Eckl. "Aber jetzt stehen auch sie mit dem Rücken zur Wand. Wir sind bereit.“

Torhüter im Mittelpunkt

Bereit sein müssen auch die beiden Keeper, die den Unterschied ausmachen können. Während Sergyi Bilyk auf Seiten der Wiener bereits ein alter Hase in der HLA ist und schon so manche Schlacht für die Fivers geschlagen hat, steht auf Seiten der Vorarlberger mit Golub Doknic ein Neuling zwischen den Pfosten. In der Vergangenheit hat der Serbe den Hardern so manchen Sieg gerettet. Doch die Wiener haben sich auf den starken Schlussmann eingestellt und kennen dessen Stärken und vertrauen auf ihre eigenen Fähigkeiten.

"Wir kennen ihn und seine Bewegungen. Er ist gut", so Eckl. "Aber letztlich liegt es an uns. Wir müssen ruhig bleiben, dürfen nie hadern.“

Angeschlagene Spieler schonen sich nicht

Die Fivers hingegen haben bereits in der Hollgasse bewiesen, dass ihr Verteidigung rund um Bilyk ein schwer zu überwindendes Hindernis darstellen kann.

„Wir waren in Wien schon mit fünf Toren zurück und haben schlussendlich mit sieben Toren Differenz souverän gewonnen. Das war ein Statement! Da sieht man, was in uns steckt. Wir sind zwar nicht mehr 100% fit, aber unser Wille ist ungebrochen“, spricht Eckl die angeschlagenen Kirveliavicius, Abadir und Ziura an, die aber allesamt spielen wollen.

„Dieses Spiel lässt sich keiner entgehen“, vergisst Ziura aufgrund der Brisanz seine Blessuren.

Auch auf Seiten der Harder ist mit Marko Tanaskovic ein Schlüsselspieler weiterhin nicht einsatzfähig, alle anderen werden ihre kleinen Weh-Wehchen dem Erfolg hinten anstellen.

„Die Spieler und ich sind heiß auf dieses Spiel. Meine Mannschaft muss von der ersten Sekunde an hellwach sein. Wir dürfen uns nicht durch irgendwelche Mätzchen von unserem Ziel abbringen lassen und müssen unser Konzept konsequent durchziehen“, weiß Hard-Coach Burger.

Das Ziel heißt für beide Seiten das Finale zu erreichen. Favoriten gibt es keinen, denn obwohl die Harder zu Hause spielen, verfügen die Fivers über die Erfahrung, die es benötigt, um solche Endspiele für sich zu entscheiden.  Ein Showdown der Extra-Klasse ist somit garantiert.

Sebastian Rauch

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