Santos geht nach Deutschland

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Raul Santos wechselt nach Gummersbach

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Nun ist es fix. Raul Santos wechselt in die deutsche Bundesliga.

Der 20-jährige Nationalspieler wird aber nicht wie zuletzt angenommen zum HSV Hamburg gehen, sondern seine Zelte in Gummersbach aufschlagen.

Der deutsche Traditionsverein sichert sich die Dienste des österreichischen Ausnahmetalents für die kommenden zweieinhalb Jahre. Santos wird bereits in der Rückrunde für den VfL auflaufen und am 2. Februar in der Lindenstadt erwartet.

„Auf der Linksaußen Position hatten wir schon in der Hinrunde Handlungsbedarf, daher freue ich mich umso mehr, dass sich Raul nicht nur für den VfL entschieden hat, sondern auch, dass er uns schon in der Rückrunde helfen kann“, so Geschäftsführer Frank Flatte.

Herber Verlust für Leoben

Des einen Freud, ist des anderen Leid. So muss Leoben nun im Meister-Playoff auf den treffsichersten Spieler verzichten. Santos ist nicht nur der beste Werfer seines Teams, er führt die Torschützenliste der HLA mit 139 Treffern in 17 Spielen deutlich vor Sasa Barisic (HC Linz/127) an.

„Sportlich ist es für uns natürlich eine Schwächung jetzt zu Beginn des Meister-Playoffs, aber wir wollten Raul nichts in den Weg legen. Mit Patrick Monschein haben wir einen  Flügel der schon gezeigt hat, was er draufhat und der jetzt im Frühjahr seine Chance bekommt“, nimmt Präsident Claus Hödl zum Transfer Stellung.

Santos hatte zuletzt auch Angebote des HSV und der Rhein-Neckar Löwen auf dem Tisch liegen, der Sprung zu den absoluten Spitzenteams im internationalen Handball kommt für den Nationalspieler aber noch zu früh.

„Ich bin sehr gespannt auf die Herausforderung Bundesliga und das Konzept des VfL hat mich überzeugt. Ich hatte auch Angebote aus Hamburg und Mannheim vorliegen, aber als junger Spieler muss ich kleine Schritte machen“, so Santos.

Große Historie

Der VfL Gummersbach, bei dem auch schon Viktor Szilagyi unter Vertrag stand, ist jedoch kein No-Name in der Bundesliga, auch wenn dies der derzeitige 15. Tabellenplatz vermuten lassen würde.

Der Verein feierte bereits zahlreiche Titel auf der nationalen und internationalen Bühne. Zwei Mal deutscher Meister, fünf Mal Europacupsieger der Meister und zwei Mal Europacupsieger der Pokalsieger sprechen eine deutliche Sprache.

Nun will man in Nordrhein-Westfalen mit Hilfe des schnellen Flügelspielers zurück zu alter Stärke.

„Raul hat eine tolle Entwicklung genommen und großes Potenzial. Er ist unglaublich schnell, er hat eine große Sprungkraft und ist ein Instinkthandballer. Er passt gut in unser Konzept“, freut sich Trainer Emir Kurtagic.

Ein letztes Spiel

Santos selbst trägt am 1. Februar ein letztes Mal das Trikot seines Heimatvereins, wenn es die Steirer im Cup-Viertelfinale mit dem HC Hard zu tun bekommen.

„Danach werde ich ins Auto steigen und direkt nach Gummersbach fahren. Ich freue mich schon auf die Mannschaft und das erste Spiel gegen Essen. Ich weiß um die Tabellensituation und will dem Team da so gut es geht helfen“, ist Santos bereits voller Tatendrang.

Sebastian Rauch

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