Santos droht Sperre nach Tumulten

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Raul Santos gilt als eines der größten Talente des heimischen Handballs. Allerdings gilt er auch als Heißsporn.

Beim 34:28-Sieg seiner Union Leoben am Samstag in Ferlach im Aufstiegs-Playoff der Handball-Liga Austria sorgte er für Negativ-Schlagzeilen, war in Auseinandersetzungen auf der Tribüne verwickelt.

Nun droht dem 19-Jährigen eine Sperre von bis zu acht Spielen. Am Samstag tagt der Strafsenat.

Das Spielfeld verlassen

Die Stimmung in Ferlach war hitzig. Zum Eskalieren brachte sie eine Aktion von Santos, der bei einem Siebenmeter in der 41. Minute Torhüter Lukas Blaha im Gesicht traf.

Ganz zum Unmut von Blahas Vater. Der Zuschauer soll laut "Kleine Zeitung" Santos rassistisch ("Schwarze Sau") beschimpft haben.

"Rauls Schwester wollte daraufhin mit Herrn Blaha reden. So weit kam es aber nicht. Er schlug ihr ins Gesicht", wurde Leobens Obmann Claus Hödl zitiert. Santos, der bis dahin acht Mal traf, verließ das Spielfeld in Richtung Tribüne, was einen Regelverstoß darstellt. Daraufhin sah er die Rote Karte.

Sperre kein Muss

"Das Verlassen des Spielfelds ist laut Reglement eine Unsportlichkeit", erklärte ÖHB-Generalsekretär Martin Hausleitner die Liga-Bestimmungen.

Eine Sperre sei allerdings kein Muss. "Der Strafausschuss hat auch die Möglichkeit, ihn frei zu sprechen", zählte Hausleitner eine weitere Option auf.

Anzeige anhängig

Die Vorfälle haben aber nicht nur sportliche Konsequenzen. "Meine Schwester erstattete bei der Polizei Anzeige und wurde ärztlich untersucht", richtete Santos schriftlich aus.

In seiner Stellungnahme bedauerte er die Eskalation der Situation. "Ich hätte besonnener reagieren sollen."

Nachsatz: Leoben hat auch in theoretischer Sicht den Verbleib in dier HLA fixiert.

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