"Nicht jammern, handeln"

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"Bei der Liga fehlt mir die Vision"

Liebe Handballfreunde,

das Projekt Westwien ist voll angelaufen und wir sind mit der sportlichen Entwicklung in den ersten Runden zufrieden.

Doch Ziel ist es natürlich den sportlichen Erfolg nicht auf die 60 Minuten zu reduzieren, die in der Halle stattfinden, sondern auch Bedingungen zu schaffen, damit der Erfolg überhaupt möglich ist.

Das Umfeld, die Infrastruktur, gute Kooperationen und eine klare Vision und Identität sind wichtige Grundpfeiler. Gerade Letzteres liegt uns sehr am Herzen und aus diesem Grund braucht der Verein eine eigene Heimstätte. Derzeit spielen wir als Westwien in der Südstadt, was den Anforderungen noch genügt. Früher oder später werden wir aber an Grenzen stoßen, die es verhindern, professionell weiterzuarbeiten. Mittelfristig sind wir zufrieden, eine Halle zu haben, in welcher wir alle Spiele austragen können, aber langfristig steht und fällt der Erfolg des gesamten Projekts mit der Heimstätte.

Aus diesem Grund müssen wir das Thema  gemeinsam mit der Stadt Wien angehen. Die Vision heißt eigene Heimstätte und wenn uns das gelingen sollte, dann geht es in eine Richtung, die interessant wird.

Es muss eine Heimstätte sein, in welcher alle unsere Ideen und Konzepte greifen und dafür brauchen wir eine komplett neue Halle, wo wir ein Großstadt-Projekt umsetzen können. Natürlich spielen die finanziellen Mittel bei der Umsetzung eine wichtige Rolle, doch gemeinsam mit der Stadt muss dies umsetzbar sein. Es gibt in Österreich keinen Verein, der so viel Tradition und Identität hat. Es wäre nicht tragbar, mit so einem Verein zu scheitern. Daher hoffe ich auf Unterstützung auf vielen Ebenen. Mit einer neuen Halle wird die Identifikation mit Westwien steigen und es werden mehr Zuschauer zu den Spielen kommen.

Wichtig, um den Erfolg auf allen Ebenen zu gewährleisten, ist die ständige Weiterentwicklung der Strategien und es gilt das Produkt Handball ständig attraktiver zu machen.

Daher sind Liga und Verband nun aufgefordert zu handeln und auch die Zusammenarbeit der Vereine muss deutlich besser werden. Mir fehlt bei der Liga die Vision und der dazugehörige Plan. Es ist Stückwerk, wir kommen nur schleppend voran, weil das große Ganze nicht gesehen wird.

Außerdem bin ich ein Freund von professionellen Strukturen und Hauptamtlichkeit. Nur nebenbei und mit Amateuren, werde ich mich immer im Kreis drehen. Es gibt viele Vereine die in Manager und Sportdirektoren investiert haben und das zahlt sich langfristig aus.

Wenn ein Projekt gut erstellt ist, lässt sich das Modell binnen weniger Jahre refinanzieren. Zuerst muss ich investieren, um später die Früchte zu ernten.

Ohne Arbeit, nur mit Jammern, wird man nicht weiterkommen.

Sportliche Grüße,

euer Conny Wilczynski

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