"Die Liga ist zusammengerückt"

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"Mit Westwien wird zu rechnen sein"

Liebe Handballfreunde,

das HLA-Halbfinale steht vor der Tür. Doch bevor ich mich den Duellen der besten vier österreichischen Mannschaften widme, möchte ich an dieser Stelle den Fivers zu ihrem Cupsieg gratulieren. Das Final-4 in der Hollgasse war eine gelungene Veranstaltung mit guter Stimmung in der Halle. Respekt auch an die Schwazer, denen hätte ich so ein Spiel nicht zugetraut. Am Ende hatten die Fivers dann das Quäntchen mehr Glück auf ihrer Seite und auch aufgrund der Auslosung ist der Triumph der Wiener letztendlich verdient.

Doch für den amtierenden Meister ist die Saison noch lange nicht abgeschlossen. Zwar holte man einen Titel, doch die Meisterschaft ist immer noch das erklärte Ziel eines jeden österreichischen Vereins. Der Pokal ist einer von zwei möglichen Titeln in Österreich und aus diesem Grund hat er einen gewissen Stellenwert. Ein Triumph in der Meisterschaft ist aber schon alleine wegen der positiven Konsequenz einer möglichen Champions-League-Teilnahme für alle das erklärte Ziel.

In diesem Jahr duelliert sich der UHK Krems mit HIT Tirol und der HC Hard mit den schon erwähnten Fivers. Ich sehe die Niederösterreicher als Favoriten, haben sie doch aufgrund der Tabellenführung zum Abschluss des Meister-Playoffs in einem möglichen dritten Spiel in Halbfinale oder Endspiel Heimrecht. Das war in den letzten Jahren immer ein Vorteil. Hard oder die Fivers sind aber auch immer in der Lage auswärts zu gewinnen.

Es ist das Saisonfinale und schwer vorauszusagen, denn die Liga ist in den letzten Jahren zusammengerückt. Grundsätzlich ist das Niveau von den Top-Mannschaften im Vergleich zu den Zeiten der Bregenzer Dominanz schwächer, die Dichte und Breite ist aber sicherlich besser geworden. Die Liga ist spannender und das tut dem österreichischen Handball sehr gut.

Dies haben auch die Innsbrucker mit ihrem Einzug unter die besten Vier gezeigt. Nach dem anfänglichen Saisonverlauf hat mich der Erfolg schon ein wenig gewundert, denn sie waren selten auf Platz vier zu finden. Aber sie haben die Chancen, die sich ihnen geboten haben, genutzt.

Wenn man kurz zurückblickt, hatten die Tiroler am Ende des Grunddurchgangs im Kampf um einen Platz im Meister-Playoff die Nase nur knapp vor Westwien. Jetzt stehen sie im Halbfinale. Ich bin überzeugt, dass wir personell ebenfalls das Zeug zum Halbfinalisten hätten, doch bei uns haben andere Faktoren nicht mitgespielt. Der Trainerwechsel zu Saisonbeginn war nicht leicht, vor allem, weil die Mannschaft komplett neu zusammengestellt war und auch die Trainingsbedingungen waren nicht optimal. Damit hatten wir zu kämpfen. Das waren zwar kleine Dinge, die aber auch zum sportlichen Erfolg beitragen.

Selbst wenn wir in ein Halbfinale gekommen wären, hätten wir uns um die weiteren Baustellen kümmern müssen. Sportlich war es ein enttäuschendes Jahr, aber in Zukunft wird mit uns zu rechnen sein, weil wir viel in das gesamte Produkt Westwien investiert haben.

Die Spieler, die im letzten Jahr gekommen sind, bleiben alle und wir werden uns gezielt verstärken und nicht blind einkaufen. Aus diesem Grund glaube ich, dass sich Westwien in den nächsten zwei, drei Jahren ganz oben etablieren wird.

Sportliche Grüße,

euer Conny Wilczynski

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