Zehn Dinge über die Handball-EM

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Großer Favorit ist Dänemark, der Titelverteidiger und Gastgeber hat zudem die Zuschauer im Rücken. "Wir sind eingespielt und der Favorit. Den Titel wollen wir unbedingt verteidigen. Mit den dänischen Fans im Rücken haben wir auch den Heimvorteil", gibt Hans Lindberg – den viele für den besten Rechtsaußen der Welt halten - gegenüber "Sport1" ganz klar die Titelverteidigung als Zielvorgabe aus. "Die Erwartungshaltung in unserem Land ist riesig", fügt der Flensburger Kreisläufer Michael Knudsen hinzu, "alles andere als Gold wäre ein Fiasko".


Die Teams, die Dänemark die Butter vom Brot nehmen könnten, sind keine geringeren als Weltmeister Spanien, Olympiasieger Frankreich sowie Kroatien. "Die Dänen sind klare Titelfavoriten, aber ich denke, wir werden diesmal ein bisschen unterschätzt, das könnte für uns besser sein", glaubt der französische Coach Claude Onesta, der sein Team aufgrund einiger Ausfälle umstellen musste. Dank Weltklasse-Spielern wie Daniel Narcisse wird Frankreich wohl ein kräftiges Wort mitzureden haben. Ebenso wie Spanien: Der Weltmeister wird erstmals in einer Endrunde eines großen Turniers von Manolo Cadenas trainiert. Dieser muss jedoch erst sehen, wie stark sein Team ohne wichtige Stützen wie Alberto Entrerrios, der seine Karriere beendete, oder den verletzten Goalie Arpad Sterbik ist. Kroatien kann durch sein eingespieltes Team punkten, bei welchem Champions-League-Sieger Domagoj Duvnjak vom Hamburger SV in absoluter Topform ist.


Dänemark, das Handball-Land: Neben der Herren-Nationalmannschaft gehören auch die Damen zur absoluten Weltspitze und die Begeisterung für diese schnelle Sportart ist riesig. Die 15.000 Zuschauer fassende "Jyske Bank Boxen" in Herning ist nicht nur Austragungsort der Dänemark- und Österreich-Vorrunden-Gruppe A, sondern auch Schauplatz des Finales. Trainer aus Dänemark sind gut laufende Exportschlager - wie etwa Morten Soubak bei Hypo Niederösterreich.



Das ÖHB-Team tankte kurz vor Beginn der EM mit einem Sieg im letzten Testspiel gegen Ägypten (29:27) sowie den Triumphen beim Vier-Länder-Turnier über Russland und Deutschland noch einmal Selbstvertrauen. "Ich habe eine gute Mannschaft. Ich weiß, dass wir viel erreichen können. Wir sind Österreich und müssen Respekt vor allen Gegnern haben. Wir dürfen uns aber auch nicht kleiner machen als wir sind", versprüht ÖHB-Coach Johannesson vor dem Turnierstart Zuversicht.

Henriette Werner

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