Bammer könnte nachrücken

Hinzu kommt, dass Markus Wagesreiter, der mit Markus Kolar den Mittelblock bildet und einer der Spieler ist, die von Angriff auf Abwehr eingewechselt werden, aufgrund eines Pferdekusses aus dem Spiel gegen Tschechien noch fraglich ist. „Für ihn könnte Dominik Bammer nachrücken“, zieht der Isländer in Betracht, einen seiner drei Tauschvorgänge vorzunehmen.

Auf Seiten der Dänen wird WM-Torschützenkönig Anders Eggert aufgrund einer Wadenblessur nicht spielen. Aus Sicht des österreichischen Betreuerstabs keine allzu große Schwächung.

„Wenn man sieht, welche Leute nicht spielen und wie erfolgreich sie dennoch sind, wird man schon ein bisschen neidisch. Die Auswahl, die sie haben, ist schon phänomenal. Wenn einer ausfällt, kommt einfach ein Weltklassespieler nach. Da fällt es nicht ins Gewicht, ob Eggert spielt oder nicht. Das ist natürlich ein Unterschied zu Österreich.“

Dänen müssen gewinnen

Zu der individuellen Klasse, die Hansen, Thomas Mogensen, Niklas Landin oder Rene Toft Hansen mitbringen, kommt der Heimvorteil. 14.000 Dänen werden ihr Team nach vorne peitschen und zu Höchstleistungen antreiben. Kapitän Szilagyi sieht aber gerade in diesem Umstand eine Chance für Österreich.

„Die Dänen wirkten gegen Mazedonien so, als wollten sie vor heimischer Kulisse zu viel bewegen und haben dadurch Fehler gemacht. Vielleicht ist das unsere Chance und die müssen wir nützen. Es wäre tragisch, wenn wir nicht bereit wären, sollte sich die Chance bieten.“

Bereit werden die Österreicher auf jeden Fall sein, dafür wird Johannesson mit Sicherheit sorgen. Ob es am Ende gelingt, den großen Favoriten tatsächlich Punkte abzunehmen, wird sich zeigen.

Allein die Tatsache, dass es nicht unmöglich erscheint, zeigt, welchen rasanten Aufstieg Österreichs Handball in den letzten Jahren erlebt hat.

Aus Herning berichtet Sebastian Rauch

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