Serben stehen im Halbfinale

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Serben jubeln über Halbfinal-Einzug

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Serbien hat sich den Traum erfüllt und steht etwas überraschend als erste Mannschaft im Halbfinale der Europameisterschaft.

Die Gastgeber knüpften nahtlos an die bereits gezeigten Leistungen an und blieben auch im fünften Spiel des Großereignisses ohne Niederlage.

Nach dem Unentschieden gegen Deutschland feierten Kapitän Momir Ilic und seine Kollegen gegen den ehemaligen Weltmeister Schweden einen 24:21-Sieg und waren somit von einem Qualifikationsplatz fürs Semifinale nicht mehr zu verdrängen.

Mannschaftsleistung überzeugt

 Angeführt von einem starken Darko Stanic im Tor, der 43 Prozent aller Würfe auf sein Tor parieren konnte, gingen die Hausherren nach einer Viertelstunde erstmals in Führung und sollten diese bis zum Ende nicht mehr hergeben.

Kurz nach der Pause warf Ivan Stankovic mit seinem einzigen Treffer eine vier Tore-Führung heraus, doch die Skandinavier kämpften sich nochmals heran.

Acht Minuten vor dem Ende war der Vorsprung der Serben auf ein Tor geschmolzen, doch eine starke serbische Abwehr, kombiniert mit zwei mehr als fragwürdigen Schiedsrichter-Entscheidungen zugunsten der Gastgeber, brach der gelb-blauen Auswahl schlussendlich das Genick.

Auf Seiten der Skandinavier taten sich vor allem Torhüter Johan Sjörstrand, der 18 von 42 Würfen entschärfen konnten und Rückraumspieler Kim Ekdahl du Rietz mit acht Toren hervor.

Die Serben überzeugten vor allem mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. So trugen sich bis auf Abwehrrecke Bojan Beljanski alle Feldspieler in die Torschützenliste ein.

Dänen schlagen DHB-Team

 Noch nicht für die besten Vier planen können die Deutschen. Die Mannschaft von Trainer Martin Heuberger musste sich Dänemark mit 26:28 geschlagen geben und verabsäumte somit die vorzeitige Qualifikation fürs Halbfinale.

Obwohl Deutschland deutlich besser in die Partie startete, schlichen sich mit Fortdauer des Spiels vor allem im Angriff immer wieder Fehler ein, die die Skandinavier im Gegenstoß eiskalt ausnützten. Bis zur Pause hatten sich die Dänen mit drei Toren abgesetzt und sollten auch in den zweiten 30 Minuten das Geschehen bestimmen.

Somit müssen die Deutschen das letzte Spiel der Zwischenrunde gegen Polen gewinnen, bei einem Remis oder einer Niederlage ist das Turnier für die DHB-Mannschaft beendet.

Mazedonien mit theoretischer Chance

 Die Polen haben nur noch theoretische Chancen auf einen Platz unter den besten Vier, nachdem man im ersten Spiel des Tages der Überraschungsmannschaft aus Mazedonien mit 25:27 unterlag.

Bester Mann auf dem Parkett ist MKD-Torhüter Borko Ristovski, der 44 Prozent der Würfe auf sein Tor parieren konnte.

Das Team um Aufbauspieler Kiril Lazarov (neun Tore) holte somit nach dem Unentschieden gegen Schweden und dem Erfolg über Tschechien die nächsten Punkte im laufenden Turnier. Die Mazedonier halten nun ebenso wie die Polen bei drei Punkten und müssen zum Abschluss gegen Gastgeber Serbien ran.

Dass die Mazedonier noch ins Halbfinale einziehen, ist eher unwahrscheinlich, es sei denn sie gewinnen ihre Partie gegen die Serbien und gleichzeitig gewinnt Polen gegen Deutschland und Schweden gegen Dänemark.

Sebastian Rauch

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