Spanien schafft die Sensation

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Spanien stoppt Karabatic und Co.

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Die Handball-Europameisterschaft in Serbien hat seine erste faustdicke Überraschung. Nachdem Mazedonien am Sonntag zum Auftakt bereits mit einem 26:26-Unentschieden gegen Schweden an einer Sensation schnupperte, machen es die Spanier besser.

Hombrados als Schlüssel

Die Iberer bezwingen Titelverteidiger und Turnierfavoriten Frankreich mit 29:26. Es ist die erste Niederlage für den amtierenden Weltmeister seit drei Jahren bei einem Großereignis.

Die Spanier lassen von Anfang an keinen Zweifel daran, dass sie nach zwei Unentschieden bei Welt- und Europameisterschaften nun endlich den großen Wurf landen und somit den Favoriten in die Knie zwingen wollen. Die Equipe Tricolore geht zwar in Person von Nikola Karabatic in Führung, doch es sollte das letzte Mal sein, dass die Franzosen in diesem Spiel in Front liegen.

Angeführt von einem glänzend aufgelegten Javier Hombrados im Tor stellen die Spanier eine starke Deckung und zeigen sich im Angriff gewohnt schnörkellos. Der Keeper hält 38 Prozent aller Würfe auf sein Tor. Bei „Les Bleus“ kommen die Superstars Karabatic, Luc Abalo oder Daniel Narcisse nicht wirklich auf Touren und zeigen gerade im Abschluss ungewohnte Schwächen.

Sekundenschlaf entscheidet Spiel

Zur Mitte der zweiten Halbzeit können die Südeuropäer den Vorsprung sogar auf plus fünf (22:17) ausbauen, die Franzosen kommen aber 1:38 Minuten vor dem Ende wieder auf ein Tor heran. Die Entscheidung bringt eine Unachtsamkeit in der Deckung. Die Iberer spielen ihren Angriff lange aus und der Schiedsrichter zeigt bereits Zeitspiel an.

Ein Foul unterbricht jedoch die spanische Offensiv-Aktion und während sich die Franzosen im Kollektiv über die Entscheidung beschweren, spielt Alberto Enterrios den Ball schnell auf den freistehenden Cristian Ugalde ab und der hat keine Probleme den Ball im Tor unterzubringen.

Somit war die Partie entschieden und die Sensation perfekt.

Norwegen erfüllt die Pflicht

Während somit die Franzosen zum Auftakt enttäuschen, bekleckern sich auch die Norweger nicht mit Ruhm. Die Skandinavier gewinnen zwar ihr erstes EM-Spiel, mit einem 27:26 gegen Slowenien blieb man aber weit hinter den Erwartungen zurück. 

Erst zwölf Sekunden vor Spielende entscheidet Flügelspieler Havard Tvedten mit dem 28:26 das Spiel zugunsten der Nordländer. Uros Zorman erzielt zwar noch den Anschlusstreffer, für den Ausgleich reicht es jedoch nicht mehr.

Kroaten starten mit Sieg

Die Kroaten haben in der Gruppe D die Führung übernommen. Die Mannschaft um Spielmacher Domagoj Duvnjak setzt sich gegen Island mit 31:29 durch.

Bester Werfer der Kroaten ist Flügelspieler Manuel Strlek mit acht Treffern. Bei den Isländern schreibt Gudjon Valur Sigurdsson ebenfalls acht Mal an.

In einem wahren Krimi trennen sich Ungarn und Russland mit einem 31:31-Unentschieden. Den Ausgleich für die Magyaren erzielt Gabor Csaszar eineinhalb Minuten vor dem Ende, danach fällt kein Tor mehr.

Sebastian Rauch

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