Mazedonien überrascht gegen Schweden

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Einen Auftakt nach Maß feiern die von Bregenz-Trainer Martin Liptak betreuten Tschechen bei der Handball-Europameisterschaft in Schweden. Die Mannschaft rund um Superstar Filip Jicha gewinnt das erste Spiel gegen die deutsche Auswahl mit 27:24 (14:9).

Jicha nicht zu halten

Den Grundstein zum Sieg legt Tschechien bereits in der ersten Halbzeit. Die Deutschen verschlafen den Start komplett, vergeben zahlreiche freie Würfe und liegen nach knapp elf Minuten bereits 3:8 zurück. Im zweiten Durchgang kommt die Mannschaft von Neo-Teamchef Martin Heuberger zwar bis auf ein Tor heran (19:20), muss im Anschluss aber wieder abreißen lassen.

Am Ende gewinnt die Liptak-Truppe verdient mit drei Toren Vorsprung, auch weil die DHB-Sieben Welthandballer Filip Jicha nicht in den Griff bekommt. Der Kiel-Legionär erzielt sieben Tore und setzt seine Mitspieler immer wieder gekonnt ein.

Kleine Überraschung

Mazedonien kann nach dem ersten Spieltag ebenfalls zufrieden sein. Die Außenseiter in Gruppe B holen gegen den WM-Vierten Schweden ein 26:26-Unentschieden. Dabei hatten die Mazedonier zehn Sekunden vor dem Ende sogar noch die Chance auf den Siegtreffer, doch der letzte Angriff wurde von den Skandinaviern erfolgreich unterbunden. Somit sind die Tschechen nach dem ersten Spieltag an der Tabellenspitze zu finden, während die Deutschen das Ende zieren.

Gastgeber gewinnt

Für ausgelassene Stimmung sorgt Gastgeber Serbien, der Polen nach einer starken Abwehrleistung 22:18 bezwingen kann. Vor allem in Halbzeit eins bringen die Gäste den Ball nur sieben Mal im gegnerischen Tor unter.

Die eigentlichen polnischen Shooter Krysztof Lijewski (zwei Tore) und Karol Bielecki (vier Treffer) werden mehrheitlich aus dem Spiel genommen, was den Polen die Durchschlagskraft raubt.  Bei den Serben überzeugt unter anderem Flügelspieler Ivan Nikecevic, der sechs seiner sieben Würfe von Außen im Tor versenkt. „Rückraumbomber“ Marko Vujin kommt ebenfalls auf sechs Treffer.

Dänemark erfüllt die Pflicht

Während die Schweden somit ein wenig straucheln, geben sich die zweiten Skandinavier, die am Sonntag ihren Auftakt bestreiten, keine Blöße. Mitfavorit Dänemark setzt sich gegen die Slowakei 30:25 durch und somit auch an die Spitze der Gruppe A. In der 16. Minute gehen die Dänen durch Hans Lindberg, der insgesamt sieben Treffer erzielt,  erstmals mit 7:6 in Führung und geben diese in der Folge nicht mehr her.

Franzosen gegen Spanien

Am Montag kommt greift auch Titelverteidiger Frankreich erstmals ins Turnier ein. Die Equipe Tricolore muss zum Auftakt gegen Spanien ran. Weiter trifft Russland auf Ungarn und Slowenien fordert Norwegen. Mitfavorit Kroatien spielt gegen Island.

Sebastian Rauch

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