"Das ist unsere Chance"

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Es wird wieder ernst für den österreichischen Meister.

Die Fivers starten am Mittwoch gegen Schwaz als erstes Team der HLA in die neue Saison, da am eigentlichen ersten Spieltag (3. September) für die Wiener die Champions-League-Qualifikation auf dem Programm steht.

Doch der Meisterschaftsstart ist für die Mannschaft von Peter Eckl logischerweise nur Nebensache. Mit der Qualifikation zur Königsklasse wollen sich Kapitän Christoph Edelmüller und seine Kollegen den Traum eines jeden Handballers erfüllen.

Starke Gegner

Doch der Weg zu den besten Mannschaften Europas ist steinig.

Im Qualifikationsturnier wartet im Halbfinale mit dem HC Dinamo Minsk eine Mannschaft, die im Vorjahr in der Champions League schon beachtliche Ergebnisse erzielt hat. Am Ende fehlte den Weißrussen lediglich ein Punkt, um ins Achtelfinale einzuziehen. Unter anderem kam man am letzten Spieltag zu einem 28:28 bei Medvedi Chekhov, was für die Qualität der Mannschaft spricht.

Sollten die Fivers die erste Hürde erfolgreich nehmen, wartet mit aller Voraussicht nach mit dem schwedischen Meister IK Sävehof der nächste schwere Brocken. Da nur der Sieger des Quali-Turniers in die Champions League aufsteigt, muss auch gegen die Skandinavier gewonnen werden.

Eine leichte Auslosung sieht also anders aus.

"Wir sind der Underdog, haushoher Außenseiter. Aber mit den Fans im Rücken, mit dem Heimvorteil ist alles möglich", gibt sich Trainer Eckl aber dennoch positiv.

Mit den Fans im Rücken

Manager Thomas Menzl ist es gelungen, das Turnier in die Hollgasse zu holen, nachdem die Konkurrenten kein Interesse zeigten, die Qualifikation vor eigenem Publikum zu bestreiten.

Nun soll eine ausverkaufte Hollgasse, dem österreichischen Meister den letzten Kick geben, um das große Ziel Königsklasse Realität werden zu lassen.

Besonders in Acht nehmen müssen sich die Defensivspieler der Margaretner vor allem vor Pavel Atman.  Der 24-jährige Russe in den Reihen der Minsker spielt im linken Rückraum und kam in der vergangenen Saison in der Champions League in zehn Spielen auf 63 Tore.

Doch auch die Fivers müssen sich mit ihrer Personalie auf dieser Position nicht verstecken.

Die Fivers hoffen auch in der CL jubeln zu können

Ziura im Mittelpunkt

Mit Roman Kirvelivicius steht immerhin der „Handballer des Jahres“ der letzten Saison für die Wiener auf dem Parkett. Neben dem Litauer, der durch seine Wurfhärte und Präzision besticht, steht vor allem Vytas Ziura im Fokus.  

Nach dem Abgang von Ibish Thaqi liegt die Spielgestaltung allein auf den Schultern des Nationalspielers. Eigenbauspieler Nikolic und Fuger verfügen zweifelsohne über das nötige Talent, für die Königsklasse reicht dies jedoch noch nicht.

Ziura war der Gewinner eines kleinen Machtkampfes mit Thaqi. Nicht nur bei den Fivers war man sich bewusst, dass eine Zusammenarbeit zweier solcher Alphatiere auf Dauer nicht funktionieren kann. Die Fivers entschieden sich nicht zuletzt aufgrund der Leistungen in der Vergangenheit für Ziura und ließen Thaqi Richtung St. Pölten ziehen.

Eine riskante Entscheidung, gilt Ziura doch als sehr verletzungsanfällig.

Doch der 32-jährige Spielmacher absolvierte die Vorbereitung und meldet sich für die Qualifikation fit.

Die Chance nützen

Bis auf den Abgang Thaqis und das Karriereende von Matthias Kienzer hat sich bei den Wienern personell nicht viel getan. Zwar hat man den Kader mit Eigenbauspielern ein wenig in die Breite erweitert, Neuzugänge hat Manager Thomas Menzl aber keine vermeldet.

Mit altbekannten Personal zu neuen Höhen. Nach dem ersten Meistertitel der Klubgeschichte, wollen die Fivers nun auch die erste Champions-Legaue-Teilnahme fixieren.

Die Mannschaft brennt darauf.

„Das ist unsere Chance“, versprüht Kapitän Edelmüller bereits Vorfreude und  Optimismus.

Sebastian Rauch

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