Angehender Soldat & Traum-Duell im Presidents Cup

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Die USA haben gute Chancen ihre beeindruckende Serie im Presidents Cup auszubauen.

Die Amerikaner konnten die letzten fünf Auflagen des Ryder-Cup-Schwester-Events gegen das "Team International" (Rest der Welt ohne Europäer) für sich entscheiden und wollen auch den diesjährigen Event im koreanischen Incheon als Sieger verlassen.

Austragungsort für den Golf-Vergleichswettkampf zwischen den USA und der Weltauswahl ohne Europäer ist vom 8. bis 11. Oktober der Jack Nicklaus Golf Club in Südkorea. Es ist das erste Mal, dass der alle zwei Jahre stattfindende Presidents Cup in Asien ausgetragen wird.

Die US-Amerikaner gehen als klarer Favorit in die elfte Auflage. Jason Day ist der einzige Internationale aus den Top-10 der Weltrangliste, bei den US-Amerikanern stehen gleich fünf Top-10-Golfer im Aufgebot.

Duell der beiden besten Golfer

Je nachdem, wie die beiden Kapitäne ihre Teams aufstellen, könnte es einige Male zum direkten Aufeinandertreffen der derzeit besten Golfer der Welt - Jordan Spieth und Jason Day - kommen.

Spieth, der nach seiner Traum-Saison mit zwei Major-Titeln (Masters und US Open) und dem Gesamtsieg im FedExCup von der PGA Tour als "Spieler des Jahres" ausgezeichnet wurde, wird trotz seines jungen Alters von nur 22 Jahren einer der Team-Leader in Südkorea sein.

Auf der anderen Seite steht der Australier Day, der in der Weltrangliste auf Platz zwei liegt und vier seiner letzten sieben Turniere gewann. Wenn die  Internationalen den Favoriten überraschen wollen, dann muss der regierende PGA-Championship-Sieger seine sensationelle Form auch in Südkorea ausspielen.

Neues Format

Für mehr Spannung als bei den vergangenen Aufeinandertreffen soll ein neues Format sorgen. Statt bisher 34 Punkte werden 2015 nur noch 30 Punkte ausgespielt. Bei allen Matches gibt es für ein Unentschieden nach 18 Löchern einen halben Punkt für beide Teams, bisher musste ein Stechen entscheiden.

Diese Neuerungen könnten der Weltauswahl zu Gute kommen, da sie nicht über die gleiche Dichte wie die Amerikaner verfügen. Neben den zwölf Einzel-Duellen stehen je neun Foursomes (klassische Vierer) und Fourballs (Vierball-Bestball) auf dem Programm.

Die beiden Teams

Zwölf Golf-Professionals sind auf jeder Seite im Einsatz. Das US-amerikanische Team führt der Weltranglisten-Erste Jordan Spieth an. Seine Teamkollegen sind Bubba Watson, Jimmy Walker, Zach Johnson (regierender British-Open-Champ), JB Holmes (Ersatz für den verletzten Jim Furyk), Rickie Fowler, Dustin Johnson, Patrick Reed, Matt Kuchar, Chris Kirk, Bill Haas und Phil Mickelson.

Das internationale Team setzt sich aus Jason Day (AUS), Louis Oosthuizen (RSA), Adam Scott (AUS), Hideki Matsuyama (JPN), Branden Grace (RSA), Marc Leishman (AUS), Anirban Lahiri (IND), Charl Schwartzel (RSA), Thongchai Jaidee (THA), Danny Lee (NZL), Steven Bowditch (AUS) und Sangmoon Bae (KOR) zusammen.

Mickelson’s Serie geht weiter

Der Inder Lahiri und der Thailänder Jaidee sind die ersten Spieler ihrer Nation, die an einem Presidents Cup teilnehmen.

Auf der anderen Seite geht eine Serie für Phil Mickelson weiter. "Lefty" ist der einzige Amerikaner, der bei allen elf President Cups im Team der USA stand. Dieses Mal hat er sich allerdings nicht über die Rangliste qualifiziert, sondern erhielt auf Wunsch des Teams eine Wildcard vom US-Captain Jay Haas.

Dessen Gegenüber ist Nick Price aus Simbabwe. Der Vater von Bill Haas bekleidet dieses Amt zum ersten Mal, für die Legende aus Afrika ist es sein bereits zweiter Auftritt als internationaler Captain. Die letzte Ausgabe 2013 in Muirfield Village (Ohio/USA) entschieden die Amerikaner mit 18,5 zu 15,5 Punkten für sich.

Klare US-Dominanz

Den erstmals 1994 ausgetragenen Event gewannen die Amerikaner bisher acht Mal, die Internationalen errangen 1998 ihren bislang einzigen Sieg und 2003 einigten sich die beiden Kapitäne auf ein Remis.

Seit 2005 weisen die US-Boys eine makellose Bilanz auf, am Wochenende wollen sie ihren sechsten Presidents-Cup-Triumph in Folge einfahren.

Vom Profigolfer zum Soldaten

Die Internationalen wollen das verhindern, und einer von ihnen wird dabei besonders motiviert sein. Sangmoon Bae (KOR) erhielt eine Wildcard von Price. Für den Südkoreaner spricht der Heimvorteil, er gewann 2013 und 2014 auf dem Platz des Presidents Cups ein Turnier der Korean Tour.

Für den 29-Jährigen wird es sein letztes Turnier sein, ehe er seinen verpflichtenden 21-monatigen Militärdienst in seinem Heimatland antreten muss. Somit kann er auch nicht am Golf-Bewerb bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro teilnehmen.

 

Philipp Seelmann

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