Mickelson und Horschel an der Spitze der US Open

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Der Sieger der ersten beiden Tagen der US Open heißt: Merion Golf Club.

Nach den Regenfällen im Vorfeld wurde spekuliert, dass der Platz einfach zu spielen sein würde. Ein Birdie-Festival und tiefe Runden wurden erwartet.

An den ersten beiden Tagen zeigt sich ein völlig anderes Bild: Mit Phil Mickelson und Billy Horschel liegen nach zwei Runden nur zwei Spieler unter Par.

Mickelson behauptet Spitze

Das Duo führt beim Abbruch der zweiten Runde mit einem Schlag Vorsprung auf ein Quintett das Feld an. Von den Verfolger haben Ian Poulter (auf Loch 14) und Chen Tsung Pan (auf Loch 9) ihren Runden noch nicht zu Ende gespielt.

Mickelson behauptete seine Führung trotz einer 72er-Runde. Und selbst diese war hart erkämpft: Auf Loch 18 und nachdem das Signal zum Abbruch der Runde ertönte gelang dem US-Star sein einziges Birdie des Tages.

"Es fühlte sich großartig an. Ich habe dort kein Birdie erwartet. Es ist ein sehr schwieriges Loch", so Mickelson, der trotz der 72er-Runde mit seinem Spiel zufrieden war. "Auch wenn ich zwei über war. Dafür sorgten die Birdie-Chancen, die ich nicht nützen konnte."

Horschel mit Top-Runde

Ganz anders als Billy Horschel. Der 26-Jährige brachte mit 67 Schlägen und drei unter Par die beste Runde des zweiten Tages ins Klubhaus.

Dabei traf Horschel alle 18 Greens in Regulations - ein Kunststück, das beim US Open in den letzten 15 Jahren keinem Spieler gelang - und lochte einige spektakuläre Putts. Und das bei seinem erst zweiten Major-Start nach 2006. "Ich habe nicht gewusst, das ich alle Greens getroffen habe, bis ich auf Loch 18 kam. Es ist schon ziemlich cool. Mir ist das schon einige Male in meiner Karriere gelungen."

Das Erfolgs-Geheimnis klingt simpel: "Ich sehe den Schlag und gehe. Aber ich war bei einigen schon nervös. Fehlschläge können hier wirklich schlecht sein, wenn du im falschen Spot landest."

Woods nicht überrascht

Nachdem im Vorfeld über niedrige Scores spekuliert wurde, klingt der Zwischenstand jedenfalls überraschend. Allerdings nicht für die Spieler.

"Bin ich überrascht. Absolut nicht", kommentierte Tiger Woods, der sich mit einer Par-Runde und drei Schlägen Rückstand auf die Spitze auf Rang 13 einreihte.

"Bevor du hier nicht die Trainings-Runden gespielt und den Platz gesehen hast, erkennst du nicht, wie schwer es ist. Die kurzen Löcher sind kurz, aber wenn du das Fairway nicht triffst, hast du keine Chance, aufs Green zu kommen. Und die langen Löcher sind brutal. Und es sind möglicherweise die härtesten Par-3-Löcher."

Woods glaubt an Chance

Die Chance auf den ersten Major-Sieg von Woods seit 2008 sind mit drei Schlägen intakt. Allerdings nicht, wenn man der Statistik glaubt. Woods konnte noch nie ein Major gewinnen, wenn er nach 36 Löchern außerhalb der Top 5 lag.

Der 37-Jährige will seine Chance jedenfalls nützen: "Du weißt nicht, wo der Sieg-Score liegen wird. Du weißt nicht, ob einige Jungs zurückkommen. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns und die Bedingungen werden nicht einfacher."

Über seine Handverletzung, die beim ersten Abschlag am ersten Tag ersichtlich wurde, will der Weltranglisten-Leader nicht viel reden. Auftreten sei sie bereits vor einigen Wochen, sie würde ihn aber auch nicht vom Start bei einem "normalen" Turnier abhalten.

Seinen Partnern im Super-Flight ergeht es unterschiedlich. Rory McIlroy liegt nach zwei Runden wie Tiger Woods bei zwei über Par auf Rang 13. Masters-Sieger Adam Scott fällt mit einer 75er-Runde und gesamt fünf über Par auf Rang 55 zurück.

Mickelson hat ersten Open-Sieg im Visier

Phil Mickelson hat jedenfalls seinen ersten Sieg bei den US Open im Visier - nachdem er bereits fünf Mal Rang zwei belegte.

"Es fühlt sich gut an, in der Spitze ins Wochenende zu gehen", so der 42-Jährige, der aber weiß: "Es sind viele Spieler rund um Par. Ich denke, der Platz erlaubt eine niedrige Runde, auch wenn es noch nicht vielen Spielern gelungen ist. Wenn du gut spielst, gibt es viele Birdie-Löcher."

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