Jordan Spieth gewinnt auch zweites Saison-Major

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Hochspanender Finaltag bei der 115. Auflage der US Open im Chambers Bay Golf Course nahe Seattle.

Lange liegen mit Dustin Johnson, Jordan Spieth (beide USA) und Branden Grace (RSA) drei Spieler an der Spitze des Leaderboards. Dann aber streuen Johnson und Grace Fehler ein, und der 21-jährige Spieth sieht wie der sichere Sieger aus.

Auf seinem 17. Loch notiert Spieth aber dann ein Doppelbogey und der Kampf um den Sieg beim mit zehn Millionen Dollar dotierten Major-Turnier wird noch einmal spannend.

Spieth zeigt keine Nerven

Der US-Youngster zeigt aber keine Nerven und verwandelt einen Birdie-Putt auf der 18 ganz sicher. Spieth spielt eine solide 69er-Schlussrunde (-1) und gewinnt das zweite Saison-Major mit fünf unter Par und mit einem Schlag Vorsprung.

„Ich könnte im Moment nicht glücklicher sein. Dieser Sieg ist sehr speziell, vor allem das Turnier am Vatertag zu gewinnen ist großartig.“, sagt Spieth bei der Trophäen-Übergabe.

Spieth schreibt Geschichte

Er ist damit auch der jüngste Spieler seit Bobby Jones 1923, der die US Open gewinnt. Spieth gewann das erste Saison-Major, das Masters in Augusta, souverän und ist seit Tiger Woods 2002 der erste Spieler, der nach dem Masters im gleichen Jahr auch die US Open gewinnt.

Somit lebt auch die Chance auf den Grand-Slam, also alle vier Majors in einem Jahr zu gewinnen. Das gelang bislang noch keinem Professional. Das dritte Saison-Major, die British Open, findet von 16. bis 19. Juli im schottischen St. Andrews am Old Course statt.

"Ich fahre nach St. Andrews, um den Claret Jug zu holen und ich glaube, dass ich das mit der richtigen Vorbereitung auch schaffen kann", meint US-Open-Champ Spieth.

Johnson vergibt Sieg

Dabei hätte der Sieger am Links-Kurs in Chambers Bay auch Dustin Johnson heißen können. Der US-Amerikaner, der bereits zum dritten Mal in seiner Karriere einen möglichen Major-Sieg am Schlusstag vergibt, puttet am 18. Grün aus vier Metern zum Eagle und somit zum Sieg, aber ihm versagen die Nerven.

Er benötigt drei Putts und muss sich mit Rang zwei zufrieden geben. Diesen Platz teilt sich Johnson mit dem Südafrikaner Louis Oosthuizen, der sich mit einer 67er-Schlussrunde - mit sechs Birdies auf den Back Nine - in die Spitzenränge spielt.

Beste Runde der Woche

Den vierten Platz bei den US Open teilen sich Adam Scott, Cameron Smith (beide AUS) und Branden Grace (RSA) mit insgesamt drei unter Par. Für Smith und Grace ist es die erste Top-10-Platzierung bei einem Major-Turnier.

Scott spielt am Sonntag mit einer 64 (-6) die beste Runde der Woche.  „Ich habe heute den Driver gut getroffen und mir viele Möglichkeiten erarbeitet“, erklärt Scott seine gute Schlussrunde.

Day fällt zurück

Der als Co-Leader in den Finaltag gegangene Jason Day (AUS) fällt nach einer 74 (+4) noch auf den geteilten neunten Rang zurück.

Der Australier kämpft wie in den vergangenen Tagen mit Schwindelanfällen. Am Freitag musste er deshalb medizinisch behandelt werden, nachdem er auf dem 18. Loch zusammengebrochen war.

Rory McIlroy (NIR) spielt eine starke 66er-Schlussrunde (-4). Der Weltranglisten-Erste notiert bis zur 13 sechs Birdies, dann verpasst er aber drei kurze Putts und somit eine mögliche Siegchance. Der Nordire beendet das Turnier mit Even Par auf dem geteilten neunten Rang.

Vorerst kein Karriere-Grand-Slam

US-Routinier Phil Mickelson kann an seine 69er-Runde vom Donnerstag nicht anknüpfen. Der 45-Jährige, der mit einem Triumph bei den US Open seinen Karriere-Grand-Slam vervollständigt hätte, strauchelt in den drei anderen Runden und findet sich im Endklassement mit 13 über Par nur auf dem 64. Platz wieder.

Titelverteidiger Martin Kaymer (GER), US-Superstar Tiger Woods und Österreichs Nummer eins Bernd Wiesberger scheiterten bei den US Open am Cut.

Der Burgenländer kehrt nun wieder nach Europa zurück. Ab Donnerstag spielt der 29-Jährige bei den „BMW International Open“ in München.

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