Jason Day holt lang ersehnten ersten Major-Titel

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Jason Day feiert den größten Triumph seiner Karriere.

Der Australier gewinnt die 97. Auflage der PGA Championship in Whistling Straits (US-Bundesstaat Wisconsin) und somit seinen ersten Major-Titel. Neben der „Wanamaker-Trophy“ erhält der 27-Jährige 1,8 Millionen US-Dollar Preisgeld.

Die neue Nummer drei der Golf-Weltrangliste spielt am Lake Michigan liegenden „Links-Kurs“ eine starke 67er-Schlussrunde (-5) und setzt sich am Ende mit drei Schlägen Vorsprung vor Jordan Spieth (USA) durch.

In den letzten vier Jahren war Day mit sechs Top-5-Platzierungen bei Major-Turnieren oft knapp am Sieg vorbeigeschrammt. Bei der Open Championship im Juli verpasste er das Playoff um den Titel um nur einen Schlag und wurde Vierter.

Diesen Rang teilte sich Day mit Spieth. Am Finaltag der PGA Championship spielen die beiden im letzten Flight und liefern sich ein sehenswertes Duell.

Neue Major-Rekorde

Days Siegerscore von 20 unter Par ist ein neuer Major-Rekord, den alten hielt Tiger Woods mit -19 (Open Championship 2000). „Es ist ein fantastisches Gefühl die PGA Championship zu gewinnen“, sagt ein emotionaler Day bei der Siegerehrung.

Branden Grace (RSA) belegt mit -15 Rang drei und stellt eine persönliche Major-Bestleistung auf. Einen Schlag dahinter wird Justin Rose (ENG) Vierter. Brooks Koepka (USA) und Anirban Lahiri (IND) teilen sich mit 13 unter Rang fünf. Der Inder stellt eine neue Landes-Bestleistung auf.

Auch der regierende Masters- und US-Open Champ Spieth stellt einen neuen Rekord auf. Die vier Major-Turniere 2015 spielt er mit sensationellen 54 unter Par und verbessert die alte Marke von Tiger Woods aus dem Jahr 2000 um einen Schlag.

Spieth neue Nr.1 der Welt

Die beiden US-Amerikaner Tiger Woods (2000) und Ben Hogan (1953) bleiben somit aber die einzigen Golfer, die drei Majors in einem Jahr gewannen. Zudem verpasst Jordan Spieth die Chance als erster Spieler die drei Majors auf amerikanischem Boden („American Slam“) zu holen.

Der US-Jungstar hat dennoch Grund zur Freude. Der 22-Jährige löst mit seinem zweiten Platz Rory McIlroy (NIR) als Nummer eins der Golf-Weltrangliste ab.

Der Nordire, der nach zweimonatiger Verletzungspause sein Comeback feierte, spielt am Sonntag eine abschließende 69(-3). Der Titelverteidiger beendet das Turnier mit -10 auf dem 17. Rang.

Einen Schlag besser als McIlroy ist Martin Kaymer (GER). Der Deutsche, der die letzte Auflage der PGA Championship in Whistling Straits 2010 gewann, wird nach einer 73er-Schlussrunde (+1) geteilter Zwölfter.

Dustin Johnson (USA/-12), der den Sieg 2010 am Schlussloch herschenkte, beginnt die Schlussrunde schwach, nach vier Löchern liegt er fünf über. Danach erfängt er sich und belegt nach seiner 69(-3) am Sonntag Rang sieben.

Wiesberger verpasste Cut

Bernd Wiesberger verpasste beim letzten Saison-Major den Cut nach Runden von 72 und 75 Schlägen den Cut um nur einen Schlag. Der Burgenländer macht nun vier Wochen Pause. Auch der regierende Open-Championship-Champion Zach Johnson und Superstar Tiger Woods (beide USA) schafften den Cut in Whistling Straits nicht.

Woods, für den es der dritte verpasste Major-Cut in Folge ist, geht nächste Woche bei der Wyndham Championship an den Start. Das PGA-Tour-Turnier in North Carolina ist das letzte vor den FedEx-Cup-Playoffs.

Die besten 125 im Ranking qualifizieren sich für das erste Playoff-Turnier. Der 39-Jährige ist derzeit nur 186. und benötigt einen Spitzenplatz, um die Qualifikation noch zu schaffen.

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