Zach Johnson gewinnt "Open", Spieth verpasst Triple

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Zach Johnson (USA) gewinnt die 144. Ausgabe der „Open Championship“ im Golf-Mekka St. Andrews (SCO).

Es ist der zweiten Major-Titel für den US-Amerikaner nach dem Masters 2007. Neben der Trophäe, dem Claret Jug, kassiert Johnson für den Sieg 1,65 Millionen Euro.

Der 39-Jährige setzt sich im Stechen über vier Löcher gegen seine Kontrahenten Louis Oosthuizen (RSA) und Marc Leishman (AUS) durch. Für Leishman wäre es der erste Major-Sieg gewesen, Oosthuizen hätte den zweiten „Open“-Titel nach 2010 gewinnen können. Nach 72 Löchern liegt das Trio im „Home of Golf“ bei 15 unter Par.

Johnson siegt im Stechen

Den Grundstein für seinen Erfolg legt Johnson mit einer starken 66er-Finalrunde (-6). Im Playoff über die Löcher 1, 2, 17 und 18 spielt er eins unter Par und benötigt einen Schlag weniger als Oosthuizen und drei weniger als Leishman.

„Ich fühle mich geehrt, meinen Namen auf dieser Trophäe zu sehen, vor allem, wenn man sich die großen Namen darauf ansieht“, sagt Johnson nach seinem Sieg mit Tränen in den Augen.

"Ich bin stolz Teil der Geschichte zu sein, aber ich habe auch eine Woche lang Geduld gebraucht", so Johnson. Wegen wetterbedingten Verzögerungen wurde die „Open“ zum erst zweiten Mal nach 1988 am Montag zu Ende gespielt.

Spieth verpasst Major-Triple

Jordan Spieth hat es verpasst, Golf-Geschichte zu schreiben. Der US-Jungstar schafft es nach seinen Siegen beim Masters und den US Open nicht, auch das dritte Saison-Major für sich zu entscheiden. Ben Hogan (1953) bleibt somit der einzige Spieler, dem das je gelang. Der 21-Jährige verpasst das Stechen um einen Schlag.

Spieth spielt am Old Course eine 69er-Finalrunde (-3)  und teilt sich mit Jason Day (AUS) den vierten Rang. Für den Australier ist es der insgesamt sechste Top-5-Platz bei einem Major.

Mit einem Sieg hätte Spieth auch Rory McIlroy (NIR) als Weltranglisten-Erster ablösen können, ob der vierte Rang reicht, steht erst am Dienstag fest. Der Nordire erlitt kurz vor den „Open“ beim Fußball spielen einen Bänderriss im linken Knöchel und konnte seinen Titel nicht verteidigen.

Amateure zeigen auf

Paul Dunne (IRL) verpasst es ebenfalls, Golf-Geschichte zu schreiben. Der irische Amateur, der nach drei Tagen in geteilter Führung lag, verpatzt die Schlussrunde und fällt mit einer 78 (+6) auf den 30. Platz zurück. Er hätte der erste Amateur seit Bobby Jones (USA) 1930 werden können, der die „Open“ gewinnt.

Insgesamt zeigen die Amateure starke Leistungen, drei schaffen den Sprung in die Top-20. Jordan Niebrugge (USA) erreicht mit einem Gesamtscore von elf unter Par den geteilten sechsten Rang und holt sich damit auch die „Silver Medal“ für den besten Amateur. Oliver Schniederjans (USA) und Ashley Chesters (ENG) belegen mit neun unter den zwölften Platz.

Wiesberger weit zurück

Für Bernd Wiesberger verläuft auch der Finaltag nicht nach Wunsch. Der Burgenländer spielt am Old Course zum dritten Mal eine 72er-Par-Runde und beendet das dritte Saison-Major mit insgesamt eins unter Par auf dem 68. Rang.

Der 29-Jährige notiert am Montag ein Birdie auf der 11. Spielbahn, aber auf dem 17. Loch muss er wie in den drei Runden zuvor ein Bogey hinnehmen. Vor allem mit seiner Leistung auf den Grüns ist Wiesberger unzufrieden.

„135 Putts in vier Tagen Golf, mehr muss ich nicht sagen. Ich habe gut geputtet, aber in dieser Woche ist nichts gefallen. Ich bin sehr enttäuscht, vor allem, weil das lange Spiel für ein gutes Resultat gereicht hätte“, schreibt Wiesberger auf „Facebook“.

Ab Donnerstag schlagen der Weltranglisten-23. und auch Österreichs Top-Amateur Matthias Schwab beim European-Tour-Turnier „Omega Masters“ in Crans Montana (SUI) ab.

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