In Augusta regiert Down Under

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"Habe nicht an die Bedeutung für Australien gedacht"

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Australischer Premierensieg beim US Masters in Augusta.

Adam Scott setzte sich am Sonntag (Ortszeit)  in einem spannenden Stechen um den Sieg gegen den Argentinier Angel Cabrera am zweiten Extra-Loch durch. Nach 72 Loch hatten beide 279 Schläge in ihre Scorekarten eingetragen.

Spannung bis zum Schluss

Die Schlussrunde des mit acht Millionen Dollar dotierten Major-Turniers entwickelte sich im strömenden Regen zu einem wahren Krimi. Die Führung wechselte zwischen mehreren Spielern hin und her.

Darunter der US-Amerikaner Brandt Snedeker (284), der als Führender in den Schlusstag gestartet war, und am Ende "nur" geteilter Sechster wurde, Cabrera und dem schließlich Drittplatzierten Australier Jason Day (281). Scott selbst ging nach je 13 Löchern erstmals in Führung.

Am 18. Loch spielten Scott und Cabrera jeweils Birdie. Das erste Extra-Loch auf der Schlussbahn absolvierten beide Kontrahenten mit einem Par. Die Entscheidung im Playoff fiel am 2. Extraloch - auf der 10. Spielbahn. Während der Ball des argentinischen Masters-Siegers 2009 am Lochrand liegen blieb, schaffte Scott das Birdie zu seinem ersten Major-Triumph.

„Nicht an Bedeutung gedacht“

„Ich habe versucht, während der letzten Runde nicht daran zu denken, was mein Sieg für eine Bedeutung in Australien hat“, war die Freude bei Scott riesig.

„Australien ist eine stolze Sportnation, wir waren so oft so dicht an einem Sieg. Das Gefühl ist einfach großartig, es geschafft zu haben und dass ich es sein darf, der diesen Sieg geholt hat.“

Damit spielte er vor allem auf sein Vorbild Greg Norman an, der im National Golf Club im US-Bundesstaat Georgia drei Mal Zweiter wurde. Auch für Day reichte es 2011 nur zu Platz zwei. Auch der 32-Jährige verpasste den Triumph gegen Charl Schwartzel denkbar  knapp.

„Adam ist ein großartiger Mensch, ein toller Spieler“, gab es Lob von Cabrera, der das Masters 2009 im Stechen für sich entscheiden konnte.

„In einem Playoff, eins gegen eins, kann es nur einen Sieger geben und das war er … Es war nur eine Frage der Zeit.“

British Open als Schlüssel zum Erfolg

Bei den British Open im letzten Sommer lag Adam Scott nach 14 Löchern und vier Schlägen Vorsprung auf die Verfolger auf Siegeskurs. Doch vier Bogeys auf den letzten Bahnen kosteten den ersten Major-Erfolg. Am Ende hielt Ernie Els den begehrten Pokal in Händen.

„Letztlich hat mir das British Open den Glauben daran vermittelt, dass ich ein so großes Turnier gewinnen kann“, strahlte der frisch gebackene Masters-Sieger.

Top-Favorit strauchelt

Tiger Woods (283) hatte mit der Entscheidung nichts zu tun.

Nach seiner dritten 70er-Runde reichte es für den Top-Favoriten mit vier Schlägen Rückstand auf den Sieger nur zum vierten Platz, den er sich mit dem Australier Marc Leishman teilt.

Damit muss Woods, der nach der zweiten Runde mit zwei Strafschlägen wegen einer Regelverletzung beim Droppen des Balls nach einem Schlag ins Wasser bestraft wurde, weiter auf sein fünftes "Grünes Jackett" warten.

Der Nordire Rory McIlroy (290) musste sich Platz 25 unter anderem mit dem Deutschen Bernhard Langer teilen. Dessen Landsmann Martin Kaymer (291) kam nicht über Rang 35 hinaus.

Der Chinese Tianlang Guan, mit 14 Jahren jüngster Spieler des Masters aller Zeiten, beendete das Turnier auf Rang 58 und sicherte sich die Trophäe für den besten Amateur.

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