Wer siegt im Schatten des Tigers?

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Am Donnerstag startet die 93. Auflage des PGA Championship und somit das letzte Major des Jahres. Austragungsort in dieser Saison ist der Atlanta Athletic Club in Johns Creek. Der Platz im Herzen des US-Bundesstaats Georgia ist zum dritten Mal Austragungsort des prestigeträchtigen Turniers.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht einmal mehr Tiger Woods. Nach seiner Rückkehr auf die Tour am vergangenen Wochenende, sind auch bei seinem Major-Turnier-Comeback alle Augen auf den Dominator früherer Tage gerichtet.

Abseits des Troubles um den ehemaligen Superstar der Golfszene, wollen sich andere Spieler in den Vordergrund drängen. Die Anzahl der Sieganwärter ist groß.

LAOLA1 wirft einen gezielten Blick auf die heißesten Eisen, im Rennen um den  Triumph beim diesjährigen PGA Championship:

ADAM SCOTT

Der Australier konnte erst am vergangenen Wochenende einen Sieg bei der Generalprobe, dem WGC Bridgestone Invitational feiern. Für den 31-Jährigen war es der bisher größte Erfolg seiner  Laufbahn.

1,4 Millionen Dollar Preisgeld und der Sprung in die Top-Ten der Weltrangliste sind der verdiente Lohn. Das Geheimnis seines Erfolgs trägt einen Namen: Steve Williams. Der langjährige Wegbegleiter von Tiger Woods ist seit seiner Entlassung in Diensten des Australiers. Der Neuseeländer gilt als der beste Caddie auf der Tour.

Mit ihm an der Seite, ging es für Scott in den letzten Wochen stetig bergauf. Der Triumph beim Comeback von Woods ist eine Genugtuung für beide, speziell für Williams. Scott konnte noch nie ein Major für sich entscheiden, mit dem neuen starken Mann an seiner Seite wird bei der PGA Championship mit ihm aber in jedem Fall zu rechnen sein.

Siegchancen:

RORY MCILROY

Mit Freude erinnert man sich an die Galavorstellung des 22-jährigen Shootingstars bei den US Open.

Der Nordire dominierte seine Konkurrenz nach Belieben und feierte mit acht Schlägen Vorsprung  seinen ersten Major-Sieg. Der Youngster gab damit die richtige Antwort auf sein Debakel beim US Masters. Kein Wunder, dass er nach seinem größten Triumph den Spitznamen „Celtic Tiger“, in Anlehnung an die lebende Golf-Legende Woods, erhielt.

Bei den British Open spielte der Brite ebenfalls lange vorne mit. Am Ende musste er sich mit dem 25. Platz zufrieden geben. Mit dem Lockenkopf wird aber auch diesmal wieder zu rechnen sein.

Siegchancen:

MARTIN KAYMER

Martin Kaymer geht als Titelverteidiger in das letzte Major des Jahres. Nach seinem kometenhaften Aufstieg in der vergangenen Saison durfte sich der Weltranglisten-Dritte im Jänner über den Sieg bei der Abu Dhabi Golf Championship freuen.

Weitere Top-Ten-Ergebnisse trugen den sympathischen Düsseldorfer sogar an die Spitze im World-Ranking. In den letzten Monaten wurde es wieder etwas ruhiger um ihn.

Dennoch ist Kaymer immer ein heißer Tipp wenn es um die vorderen Plätze geht. Der 26-Jährige besticht mit seiner Coolness. Nichts scheint den Deutschen aus der Ruhe bringen zu können. Kaymer wird um den Sieg mitspielen.

Siegchancen:

LUKE DONALD

Der Engländer befindet sich derzeit in der Form seines Lebens. Seit Ende Mai ist Donald die Nummer eins der Welt und plant, diesen Status noch eine Weile zu behalten.

Beim Masters im Mai spielte der Brite lange um den Sieg mit. Letztendlich musste er sich mit Rang vier begnügen. Mit dem zweiten Rang beim WGC Bridgestone Invitational, dem letzten Turnier vor der PGA Championship, bestätigt der 34-Jährige seine hohen Ansprüche.


Einem Triumph bei einem Major jagd der Weltranglisten-Führende noch hinterher. Die Chancen, dass ihm dieser in naher Zukunft gelingt, stehen gut.

Siegchancen:

DUSTIN JOHNSON

Der 26-Jährige ist eine der größten Zukunftshoffnungen im US-Golf und längst kein Geheimfavorit mehr. Zu stark sind die jüngsten Leistungen des Longhitters.

Johnson arbeitete sich in den vergangenen Spielzeiten sukzessive nach vorne und ist aktuell die Nummer acht der Welt. Bereits bei der PGA-Championship der Vorsaison stand der US-Boy kurz vor seinem ersten Major-Titel.

Eine unglückliche Regelauslegung und ein damit verbundener Strafschlag verhinderten erst im Nachhinein einen Einzug ins Stechen. Auch bei den British Open zeigte Johnson mit einem zweiten Rang auf. Wenn er sich beim Putten noch steigern kann, ist ein Major-Erfolg nur noch eine Frage der Zeit.

Siegchancen:

NICK WATNEY

Der US-Amerikaner befindet sich in einer beneidenswerten Form. Zwei Turnier-Siege, Führender in der FedEx-Wertung und eine Verbesserung vom 35. Platz in die Top-Ten des World Rankings, so die beeindruckende Saisonbilanz von Watney.

Was dem 30-Jährigen noch fehlt, ist ein Major-Titel. Bisher war sein Abschneiden bei den vier großen Turnieren, vorsichtig gesagt, bescheiden. Sein bestes Ergebnis ist ein siebenter Rang.

Bei den letzten beiden Majors verpasste der Amerikaner den Cut. Trotzdem, die Form stimmt. Wenn Watney die Nerven behält, kann er für eine Überraschung sorgen.

Siegchancen:

TIGER WOODS

Beim WGC Bridgestone Invitational am vergangenen Wochenende feierte Woods sein viel beachtetes Comeback nach 14-wöchiger Verletzungspause. Über den 37. Rang kam er dabei nicht hinaus.

Auch wenn der ehemalige Weltranglisten-Führende betont, mit dem Ergebnis zufrieden zu sein, blieb der einstige Dominator doch hinter seinen hohen Erwartungen. Das Positive: Woods scheint endlich wieder voll fit zu sein.

Er wird nach seiner langen Verletzungspause aber noch eine Weile brauchen, um wieder den richtigen Rhythmus zu finden. Aber Vorsicht: Angeschlagene Boxer sind bekanntlich die Gefährlichsten.

Siegchancen:

 

 

Lukas Peisteiner

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