Clarke führt bei British Open

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Ein Regensturm über Südengland hat die Golf-Weltelite am dritten Tag der 140. British Open in Sandwich kräftig durcheinandergewirbelt.

Der sturmerprobte Nordire Darren Clarke war dabei in seinem Element und übernahm mit einer 69er-Runde und 205 Schlägen die alleinige Führung vor dem US-Profi Dustin Johnson (206).

Der Däne Thomas Björn (208) schob sich nach einem Tief am Freitag wieder mit in die Favoritenrolle auf die Siegerprämie von 1,025 Millionen Euro.

Fowler holt auf

Den größten Sprung des Tages machte US-Profi Rickie Fowler, der sich mit Björn Rang drei teilte.

Während auch der spanische Austrian-Open-Teilnehmer Miguel Angel Jimenez als Fünfter mit 209 Schlägen am Sonntag um den Sieg mitkämpft, brockte sich Deutschlands Hoffnung Martin Kaymer mit einer 73er-Runde einen Rückstand von fünf Schlägen ein. Kaymer blieb aber zuversichtlich.

"Wenn das Wetter so bleibt, kann ich mit einer 68er oder 67er Runde noch was erreichen. Hier ist alles noch möglich", sagte der ehemalige Weltranglisten-Erste nach der Achterbahnfahrt mit fünf Bogeys und nur zwei Birdies.

McIlroy verblasen

Windgeschwindigkeiten von bis zu 35 km/h sorgten über den Sanddünen am Ärmelkanal ab Mittag für typische British-Open-Verhältnisse: Der Regen peitschte quer über den Par-70-Kurs im Royal St. George's Club, die Fahnenstöcke auf den Grüns bogen sich bedenklich.

Die Spieler trugen wegen der niedrigen Temperaturen um 10 Grad Celsius Winterhandschuhe. Die Spielerhosen flatterten im Sturm und deuteten indirekt das Glücksspiel auf den Grüns an.

Das Pech mit den Wetterkapriolen traf vornehmlich den frisch gekürten US-Open-Sieger Rory McIlroy (214).

Umstürze im Klassement

Im Spiel der sich stetig drehenden Windböen verlor der 22-jährige nordirische "Himmelstürmer" aus Hollywood zu oft die Orientierung und fiel am "Moving Day" mit einer 74er Runde noch weiter auf Rang 25 wie sein spanischer "Leidensgenosse" Sergio Garcia zurück.

Dafür zeigte sein gleichaltriger Flight-Partner Rickie Fowler, wie man "unter dem Wind spielen" und Sprosse um Sprosse nach oben klettern kann. Auch der 61-jährige, fünfmalige Open-Sieger Tom Watson als Ältester in der Konkurrenz, hielt mit einer 72er-Runde und 214 Schlägen noch erstaunlich mit.

Jubel nach Ass

Nach dem 15. Ass seiner Karriere am Freitag wurde der kleine Ballzauberer aus Kentucky von den wieder mehr als 40.000 Fans auf Rang 26 wie ein Sieger gefeiert.

Der Österreicher Markus Brier hatte bei seiner sechsten Open-Teilnahme am Freitag den Cut klar verpasst.

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